                  ATARI Laufwerke im Eigenbau
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Disklaufwerke von ATARI sind nach wie vor Verhltnismssig teuer.
Dabei ist es relativ einfach die Laufwerke von anderen Herstellern
an die Rechner der ST-Serie anzuschliessen.
Man braucht dazu lediglich ein passendes Kabel und ein Netzteil.

1. Ein NEC-FD 1037 A oder 1036 Laufwerk (5 Volt-Version)
2. Einen 34 pol. Pfostenstecker (In Schneid-klemmtechnik)
3. 34 pol. Flachbahnkabel  (lnge (fast) nach Bedarf) (nicht ber 1,2m)
4. Einen 14 pol Floppystecker
5. Ein 5 Volt-Netzteil ( min 1Amp. )
6. Einen 4 pol. Pfostenstecker (einreihig) fr den
   Spannungsanschluss am Laufwerk (manchmal im Lieferumfang)
7. Aus-Schalter.

Das diese Laufwerke mit nur einer einzigen Versorgungsspannung auskommem
(+5 Volt) erleichtert den Selbstbau ungemein.
Das verwendete Netzteil sollte allerdings mindestens einen Strom von
1 bis ca. 1,5 Ampere verkraften knnen, die Spannung sollte unter
Belastung durch das Laufwerk bis auf hchstens 4,85 Volt absinken,
bei grerem absinken der Spannnung ist die Betriebsicherheit nicht
mehr gegeben.
Schreib-Lesefehler sowie Datenverlust sind die Folge.

Auch die Anschlusskabel zwischen dem Rechner und dem neuen Laufwerk
kann man sich leicht selber herstellen.
Die Stecker sowie das Kabel, Flach oder Rundleitung gibt es in jedem
Elektronikladen.
Etwas schwierig ist das einlten von einem Flachbandkabel da es
eigentlich nicht fr runde Stecker gedacht ist.
Wenn man es allerdings sauber etwas zusammenrollt und es gleich durch
die Steckerhlle steckt geht auch dieses.
Einfacher ist es den sog. Shugart-Busstecker auf ein solches Flach-
bandkabel zu bekommen.
Die meisten Flachbandleitungen besitzen auf einer Seite eine farbig
markierte Leitung, diese Ader wird nun so in den Pfostenstecker
eingelegt das die markierte Ader auf dem Pin zu liegen kommt der mit
einem kleinen Punkt oder einem Dreieck auf der Steckeraussenseite
markiert ist.
Der Stecker selber wird dann gleichmssig an beiden Enden zur mitte
hin zugepresst, fertig......alle Adern der Flachleitung sind der
reihe nach mit den Pin's des Steckers verbunden.

Aus der Liste unten kann man nun die bentigten Pinnummern des
Diskettenlaufwerkes entnehmen. Mit einem Durchgangsprfer (sicherste
Lsung) werden nun die einzelnen Leitungen aus dem Flachbandkabel
herrausgesucht und mit dem Floppystecker verltet.
Die nicht bentigten Adern bitte bndig abschneiden, so da keine
Kurzschlsse entstehen knnen.

Mit einem 14 poligen Rundkabel geht es prinzipiell genauso....
es sieht halt etwas Profesioneller aus und kann wegen der Drahtgeflecht-
abschirmung ein klein wenig lnger sein.
Das Abschirmgeflecht ist auf der Rechnerseite mit der Masse (GND) zu
verbinden.
Leider ist es beim Rundkabel etwas schwieriger den Pfostenverbinder
(Shuggart-Busstecker) mit dem Kabel zu verbinden, da hier ja nicht
einfach alles in einer Reihe zum Aufquetschen parat liegt.
Hier sollte man ebenfalls mit einem Durchgangsprfer vom Floppystecker
her, die bentigten Leitungen durchprobieren....
Man kann sich auch die Pinnummern sowie die Aderfarbe des Rundkabels
aufschreiben ...und es dann nach dieser Liste mit dem Pfostenverbinder
verknoten.
Bei dieser Lsung ist es allerdings ratsam die einzelnen Adern direkt
auf jede Schneidklemme einzeln aufzudrcken und den Stecker zum
schluss mit Klebstoff zuzupressen.
Oder die einzelen Adern gleich mit den Schneidklemmen leicht zu
verlten (das hlt am besten), allerdings sollte das sehr sauber
gemacht werden da sonst unter umstnden das Steckeroberteil nicht mehr
genau auf das Steckerunterteil passt.

Die Drive-Select-Jumper auf der Laufwerksplatine mssen immer auf Drive
0 gesteckt werden. Die Aussnahme ist wenn das Laufwerk an einen
Rechner angeschlossen werden soll der schon ein internes Disklaufwerk
besitzt.
Dieses ist dann Drive 0 ....

Wenn zwei NEC-Laufwerke angeschlossen werden sollen, ist darauf zu achten
das diese Laufwerke auf allen Eingngen mit 1KOhm-Widerstnden nach
+5 Volt abgeschlossen sind.
Werden nun zwei NEC-Laufwerke angeschlossen, so liegen die Leitungen
mit nur 500 Ohm gegen 5 Volt.
Leider wrden dadurch die Treiberausgnge im Rechner berlastet, welches
sich durch nicht Funktionieren des z.b als Laufwerk B angeschlossenen
Drives ankndigt.
Das Betrifft sowohl die Side-Select-Leitung (Pin 32, Shugart),
als auch die beiden Drive-Select-Leitungen (Pin 10 und 12).
Man kann nun fr die (beiden) Laufwerke (bei Bedarf)
einen Treiberbaustein (74LS07) in die drei Leitungen zu setzen. Die
Eingnge der Treiber sind auf den beiden Drive-Select-Leitungen
(Pin. 5 und 6 des Rechner-Floppysteckers) mit 2,7 k und der
Side-Select-Leitung (Pin 2) mit 5,6 k nach +5 Volt abzuschliessen.
Alle verwendeten Widerstnde sollten in der 1/8tel Watt-Klasse liegen.

Die Ausgnge der Treiber werden einfach direkt auf die entsprechenden
Laufwerkseingnge gelegt.
Wie und wo diese Minischaltung eingebaut wird, sollte sich jeder
selber berlegen.

Einfacher ist es sicherlich in dem letzten Laufwerk welches am
Verbindungskabel hngt (meist Drive B) diese Widerstnde einfach zu
entfernen (Abkneifen oder Auslten).
Wenn man bei der Bestellung dieser Laufwerke den Verwendungszweck
bekannt gibt sind diese Widerstnde (Pullup-Widerstnde) meist
schon vom Lieferranten entfernt worden.

34 pol. oder 24 pol. Flachbandkabel an Floppystecker:

34 Pol.           24 Pol.           Rundsstecker          Bedeutung
........................................................................
1-7,14,33,34                         -                    Unbenutzt
9-31              1-23              3,7                   GND
8                 2                 4                     Index
10                4                 5                     Drive Select 0
12                6                 6                     Drive Select 1
16                8                 8                     Motor On
18                10                9                     Direction
20                12                10                    Step
22                14                11                    Write Data
24                16                12                    Write Gate
26                18                13                    Track 0
28                20                14                    Write-Protect
30                22                1                     Read Data
32                24                2                     Side Select
........................................................................
Es folgt noch ein Tip zur Nachrstung der Diskwechselerkennung.
(Falls nicht vorhanden)
Was aber mittlerweile nicht mehr der Fall sein drfte !
Z.b am NEC FD 1036 A-Laufwerk.
Die Laufwerksplatine mu bei dem Umbau vom Laufwerk getrennt werden
um so einwandfrei an die wichtigen stellen zu kommen.

NEC G9FN  sollte irgendwo auf der Platine stehen. (NEC FD1036)!!!
Nach dem Abschrauben die Platine umdrehen.
Neben der LED befindet sich ein Sensor (UGN/3020U)
Er hat auf der Ltseite 3 Anschlsse, ca.20 mm darunter liegt ein
8-Poliger Stecker.

            LED   1  2  3   Sensor
            o o   o  o  o

            1  2  3  4   8_Pol Stecker
            o  o  o  o
            o  o  o  o
            5  6  7  8               L  T S E I T E  !

Die Leiterbahn zwischen Pin 1 Sensor und Pin 3 Stecker mu durchtrennt
werden, dann wird ein Kabel zwischen Pin 1 Sensor und Pin 7 Stecker
geltet.
Die ganze Sache genauestens berprfen und die Platine wieder einbauen.
Das Laufwerk sollte jetzt dem Rechner einen Diskettenwechsel
anzeigen bzw. melden.
Bei anderen NEC-Laufwerken msste das hnlich oder genauso zu
machen sein.

Entnommen dem Begleitmaterial eines NEC 1036-Drives
und dem Scheibenkleister II


 1990 R.Schaffner (c)


 Originalfassung von Robert Schaffner.

 Vernderte Texte die sich im Umlauf befinden entsprechen teilweise
 nicht mehr meiner Orginalfassung und sollten besser gelscht werden.

 Insbesondere z.B: REPS.LZH
                 : REPA.LZH


 Robert Schaffner @ OF2 (MausNet)
