            Beschreibung des MODEMS DISCOVERY 2400 C


          Copyright MANO 1989
          Benutzung fuer gwerbliche Zwecke verboten.
          Fuer private Nutzung sehr erwuenscht.
Seite 2


    Uebersicht der verwendeten Abkuerzungen und Bezeichnungen


    Abkuerz.             Bedeutung                   Seite  Pin
---------------------------------------------------------------

    AA        Auto Answer  automat Antwort Modus     6,15
    ACA       Active Configuration Area des Modems   11
    BELL      Uebertragungsprotokoll  (amerik)        7
    CCITT     Uebertragungsprotokoll                  7
    CD        Carrier Detect   Verbindung erkannt
    CTS       Clear To Send    Sendebereitschaft           A 5
    DCE       Data Communication Equipment
              Data Signal Rate Selector (Uebertragungs-
              geschwindigkeitswahl vom Modem)
    DCD       Data Carrier Detect Empfangssignalpegel      A 8
    DEE       Datenendeinrichtung (Rechner Terminal)
    DSR       Data Set Ready  Betriebsbereitschaft         A 6
    DTE       Data Terminal Equipment
              Data Signal Rate Selector (Uebertragungs-
              geschwindigkeitswahl vom Terminal)
    DTR       Data Terminal Ready  Endgeraet betriebsb.    E 20
    DUEE       Datenuebertragungseinrichtung (Modem)
    FDP       Factory Default Profile      (Modem)     10
    NVRAM     Non Volatile Memory          (Modem)     10
    OH        Off-Hook (an die Telefonleitung geschaltet)
    RC        Receive Clock  Empfangsschrittakt von
              der DUEE zur DCE                             A 17
    RD        Receive Data   (Modem)                   5
              Empfangsdaten                                A 3
    RI        Ring Indicator  Ankommender Ruf             A 22
    RTS       Request To Send
              Sendeteil einschalten                        E 4
    SCP       Set Configuration Profile    (Modem)     10
    SD        Send Data      (Modem)                   5
    TC        Transmit Clock  Sendeschrittakt von
              der DUEE zur DCE                             A 15
    TD        Transmit Data  Sendedaten                    E 2







    Erklaerung Pinbelegung der Schnittstelle
    aus: "Das Modem Buch " Seite 40
    A = Ausgang         Vom Modem zum Rechner
    E = Eingang         Vom Rechner zum Modem
                                                          Seite 3


                       Inhaltsverzeichnis


                   Inhalt                               Seite
---------------------------------------------------------------

    Abkuerzungen und Begriffe                             2
    Inhaltsverzeichnis                                    3
    Einfuehrung                                           4
    LED - Anzeigen des Modems                             5
    Anschluss des Modems                                  6
    Software installieren                                 6
    Befehlssatz und Datensteuerung                        8
    Escape Sequenzen                                      8
    Protokoll, Baudrate, Datenformat, Geschwindigkeit     9
    FDP     Factory Default Profile                      10
    NVRAM   Non Volatile Memory                          10
    ACA     Active Configuration Area                    11
    Jumper                                               12
    Voice / Data Schalter                                12
    VDD     Voice Data Detection                         13
    Befehlssyntax                                        14
    Modem Antwort Codes                                  15
    Registerbeschreibung                                 17
    Liste der verfuegbaren Befehle                       21
    Diagnose Tests                                       31
    Synchrone Uebertragung und Leased Line Operation     36
    Technische Daten                                     41

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                           Einfuehrung

Dieses Modem  kann automatisch  waehlen und zwar entweder im Fre-
quenzwahlverfahren oder  im  Impulswahlverfahren.  Darueberhinaus
kann es  auch ankommende  Anrufe selbsttaetig beantworten .Ausser
fuer Verbindungsaufbau-Operationen  koennen Sie  dieses Modem bei
bestehenden Standleitungen zwischen zwei Computern oder Terminals
benutzen. Dieses  Modem beherrscht sowohl die asynchrone als auch
die synchrone Daten-Kommunikation.


Der VOICE-DATA  Schalter an  der Frontseite  erlaubt ein bequemes
Umschalten zwischen  Gespraech  und  Datenuebertragung  ohne  die
bestehende Verbindung zu trennen.


Falls Sie  ein Software Datenuebertragungsprogramm benutzen, dann
folgen Sie  bitte den  Instruktionen im  Kapitel 1.Die  folgenden
Kapitel dienen zum Verstaendnis der speziellen Modem Operationen,
zur  Programmierung   eigener  Programme  oder  zur  Uebertragung
zwischen zwei Computern ueber eine direkte Standleitung.
                                                          Seite 5

                            Kapitel 1

1.2 LED - ANZEIGEN

Auf der  Frontseite befinden  sich mehrere  LED -  Anzeigen.  Sie
geben ueber den jeweiligen Modem Status Auskunft.

LED         Bedeutung und Funktion
===============================================================
 MR         Modem bereit  ( Modem Ready )
            leuchtet, wenn das Modem eingeschaltet ist
---------------------------------------------------------------
 TR         Computer bereit  ( Terminal Ready )
            leuchtet, wenn Computer oder Terminal bereit ist
---------------------------------------------------------------
 CD         Verbindung erkannt  ( Carrier Detect )
            leuchtet, wenn die Verbindung zum anderen Modem da
            ist
---------------------------------------------------------------
 SD         Daten senden  ( Send Data )
            blinkt, wenn Daten zum entfernten Modem gesendet
            oder wenn Daten vom lokalen Computer empfangen
            werden
---------------------------------------------------------------
 RD         Daten empfangen  ( Receive Data )
            blinkt, wenn Daten vom entfernten Modem empfangen
            oder zum lokalen Computer gesendet werden.
---------------------------------------------------------------
 HS         High Speed
            leuchtet bei CCITT V.22bis oder BELL 212A
            aus bei CCITT V.22, V.21, oder BELL 103
---------------------------------------------------------------
 AA         Auto Answer
            leuchtet, wenn der automatische Antwort-Modus ge-
            setzt ist. Blinkt beim Anruf.
---------------------------------------------------------------
 OH         Off-Hook
            leuchtet, wenn das Modem die Telefonleitung benutzt
            ( off-hook), aus wenn es sie nicht benutzt.(on-hook
---------------------------------------------------------------
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                    1.7 Anschluss des Modems

Gehen Sie zum Anschluss des Modems folgendermassen vor:

    1) Modem und Computer muessen ausgeschaltet sein.
    2) Verbinden Sie Modem und Computer:
       Stecken Sie den DB-25 Stecker des RS 232 Kabels in die
       Buchse auf der Rueckseite des Modems und dann in den
       seriellen Anschluss am Computer.Sichern Sie alle Stecker
       durch Schrauben.
    3) Verbinden Sie den Telefonanschluss mit der LINE-BUCHSE
       an der Rueckseite des Modems. Es reichen der rote und der
       gruene Draht des mitgelieferten Kabels.
    4) Der Telefonapparat kann jetzt in die Buchse PHONE auf
       der Rueckseite des Modems gesteckt werden.
    5) Stromanschluss
       Adapter in POWER und dann in Steckdose.

*****************************************************************

                    1.8 Software installieren

Schalten Sie  zuerst den  Computer und dann das Modem ein.Starten
Sie das Programm und ueberpruefen Sie die folgenden Parameter:

         1)   Die Nummer der seriellen Schnittstelle
         2)   Die Uebertragungsgeschwindigkeit und das
              Protokoll
         3)   Daten Format: Datenbits, Stoppbits, Paritaet

Setzen Sie die Port-Nummer entsprechend (COM1,COM2....).
Ein Port kann nur fuer ein Geraet benutzt werden um einen rei-
bungslosen Ablauf zu gewaehren.

Um das  Modem im  AUTO-ANSWER Modus  zu betreiben,  muss die  Ge-
schwindigkeit auf  CCITT  V.22bis.  gesetzt  werden.Normalerweise
wird das  Datenformat auf  8 bits,  keine Paritaet und 1 Stoppbit
gesetzt ( 8 N 1 ).

Haben Sie  einen IBM  PC, XT  oder AT  und benutzen  als Software
DATATALK, BITCOM,  CROSSTALK,  MITE,  MIRROR  oder  vergleichbare
Programme,  so  wird  die  fabrikmaessige  Einstellung  fuer  Sie
brauchbar sein.

Benutzen Sie  jedoch den IBM PC, XT oder AT mit SMARTCOM oder den
Apple Macintosh  mit MACTERMINAL, dann muessen Sie den Befehl &D0
in den  DIALING PREFIX  einfuegen, da die Software erwartet, dass
das DTR Signal (Data Terminal Ready) immer anliegt.
Wenn PC-TALK  oder andere, in BASIC geschriebene Software benutzt
wird, muss der Befehl &C0 in den DIALING PREFIX eingefuegt werden
damit das CD-Signal immer anliegt.
Soll das  Terminal manuell  benutzt werden, dann sind die Befehle
&C0 und &D0 einzufuegen. Beispiel fuer einen DIALING PREFIX ist
AT &C0 &D0
                                                       Seite 7

Benutzer ausserhalb  Nordamerikas moechten als Einschaltparameter
wahrscheinlich lieber das CCITT Protokoll haben. Dazu sollten Sie
den Befehl B0 in den DIALING PREFIX einfuegen.
Beispiel: Alt = AT DT  Neu = AT B0 DT.

Das Impulswahlverfahren vieler europaeischer Staaten erwartet oft
ein anderes  Impuls/Pausen-Verhaeltnis als  es in Amerika ueblich
ist. In  diesem Falle  sollten Sie den Befehl & P1 in den DIALING
PREFIX  aufnehmen.   Dadurch  wird   das  Verhaeltnis  auf  33/67
eingestellt.
Beispiel: Alt = AT DP  Neu = AT &P1 DP.

In der Bundesrepublik sollte jedoch der Befehl &P0 beibehalten
werden, da dieser dem Impulsverhaeltnis der Bundespost ( 38/62)
am naechsten kommt.

Fuer spezielle Anwendungen werden Sie eventuell noch andere
Parameter wie z.B. den Duplex-Modus, Auto Line Feed oder das
DSR Signal aendern muessen.
Seite 8

                            Kapitel 2

Modem Operationen

2.0 Uebersicht

Dieses Kapitel wendet sich an diejenigen Benutzer, die mehr ueber
das Modem  wissen wollen.  Erklaert werden  hier die Arbeitsweise
des Modems, Geschwindigkeit und Protokoll sowie das Datenformat.

2.1 Befehlssatz und Datensteuerung

Wird das Modem eingeschaltet, so befindet es sich so lange im
Befehls- oder Datenzustand bis es durch die Kommunikations-
Software installiert wird.

Im Befehlszustand  interpretiert das  Modem alle empfangenen Zei-
chen als  Kommandos (Befehle).  Der Befehlsstatus (-zustand) kann
sowohl im  On-Line wie  im OFF-Line  Betrieb herrschen.  Befindet
sich das Modem in einer Verbindung zu einem entfernten Modem oder
in einer analogen Test-Rueckkopplungsschleife (loopback test), so
ist es im On-Line Status.

Im Data-Status  ist das  Modem ein  codeunabhaengiges Sende-  und
Empfangsgeraet. In diesem Fall interpretiert es alle Zeichen, die
eingegeben werden  (ausser den  Escape-Sequenzen) als  Daten  und
sendet sie zum entfernten Modem oder dem lokalen Computer.

2.2 Escape-Sequenzen

Durch die  Escape-Sequenzen kann  man  zwischen  Data-Status  und
Befehls-Status umschalten,  ohne eine Verbindung zu unterbrechen.
Es sind  die einzigen  Daten, die  das Modem  als  Befehlszeichen
waehrend des Data-Status akzeptiert. Deshalb koennen Sie waehrend
der  Datenuebertragung   ueber  die   Escape-Sequenzen  den   Be-
fehlsstatus erreichen,  Aenderungen vornehmen und dann die Ueber-
tragung fortsetzen.

Um die Escape-Sequenzen eingeben zu koennen, muessen Sie
folgendes beachten:

    1)   Das Modem muss im Datenmodus sein
    2)   Warten Sie mindestens eine Sekunde in der Sie nichts
         eingeben oder uebertragen.
    3)   Geben Sie das Escape Zeichen (+) dreimal hinter-
         einander ein. (Vorgabe ist + + + )
    4)   Warten Sie mindestens eine Sekunde in der Sie nichts
         eingeben oder uebertragen.

Nachdem das Modem " OK " gesendet hat, befindet es sich im Be-
fehls Modus.
Durch Veraenderung  der Werte in den Registern S12 und S2 koennen
sowohl das Escape Zeichen (+) als auch die eine Sekunde Wartezeit
veraendert werden.
                                                          Seite 9

2.3 Protokoll und Baudrate

Es gibt  zwei Arten  von Uebertragungsprotokollen,  und zwar  den
BELL Standard  und die  CCITT Norm. Der BELL Standard gilt ueber-
wiegend in den USA und Canada, waehrend der CCITT Standard in den
meisten anderen Laendern der Welt benutzt wird.

Die Datenuebertragung  zwischen zwei  Modems setzt  voraus,  dass
beide das  gleiche Protokoll benutzen. Das Protokoll bestimmt die
Uebertragungsgeschwindigkeit  (Baud-Rate)   und   den   Uebertra-
gungsstandard (BELL oder CCITT).

Das Modem beherrscht die folgenden Protokolle:

         0-300 bps    --> BELL 103  oder CCITT V.21
         1200  bps    --> BELL 212A oder CCITT V.22
         2400  bps    --> CCITT V.22bis  (Standard)

In den meisten Faellen kommt man mit der CCITT V.21 oder CCITT
V.22 hin.

2.4 Datenformat

In der  Datenuebertragung wird ein Byte in einzelne Bits zerlegt.
Die Bits  werden  dann  mit  Intervall-Bits  und  Fehlerpruefbits
uebertragen. Das  Bitmuster eines  Bytes wird Datenformat genannt
und besteht aus dem Startbit, den Datenbits, dem Paritaetsbit und
Stopbit(s). Das Modem beherrscht die folgenden Datenformate:

     Startbit     Datenbits        Paritaet         Stopbit
  ----------------------------------------------------------
        1             7         gerade/ungerade       1
  ----------------------------------------------------------
        1             7              keine            2
  ----------------------------------------------------------
        1             7           mark, space         1
  ----------------------------------------------------------
        1             8              keine            1
  ----------------------------------------------------------

Falls andere  Datenformate zwischen  Modems  benutzt  werden,  so
werden die  Daten fehlinterpretiert.  Dadurch  kann  ein  Verbin-
dungsaufbau verhindert werden.

2.5 Uebertragungsgeschwindigkeit

Nach dem  Einschalten versetzt  sich das Modem automatisch in den
Protokollzustand, der  im nicht-fluechtigen Speicher konfiguriert
wurde. Dabei  wird,im  Wechselspiel,  auch  die  Uebertragungsge-
schwindigkeit  veraendert.   (  It   in  turn   determinates  the
communication speed )
Jedes mal,  wenn das  Modem eine Befehlszeile empfaengt, wird der
vorherige Wert  durch den  Geschwindigkeitswert der  Befehlszeile
ersetzt. Dieser  Wert wird  zur neuen, aktuellen Uebertragungsge-
schwindigkeit.
Seite 10

Um einem  entfernten Modem, das in einer anderen Uebertragungsge-
schwindigkeit  sendet,  zu  antworten,  fuehrt  das  Modem  einen
automatischen Geschwindigkeitsabgleich  durch,d.h. es passt seine
Uebertragungsgeschwindigkeit an.
Ist, zum  Beispiel, Ihr Modem auf 2400 bps voreingestellt und das
entfernte Modem  sendet mit  1200 bps, so wird die Verbindung mit
1200 bps  aufgebaut. Das  lokale  Modem  sendet  den  Antwortcode
"CONNECT 1200"  mit 2400  bps an den lokalen Computer und gleicht
dann die Uebertragungsgeschwindigkeit auf 1200 bps ab. Sendet der
lokale Computer  allerdings weiter  mit 2400  bps, so erkennt das
Modem die  Zeichen nicht mehr. Die Software muss also in der Lage
sein,   die    letztendliche   Uebertragungsgeschwindigkeit   vom
Ergebniscode (result  code) des  Modems abhaengig  zu machen, und
sie sofort umstellen koennen.

2.6 Vorgabe Auslieferungseinstellung

   ( Factory Default Profile -FDP-)

Im ROM  des Modems  befinden sich  die Vorgabe-Einschaltwerte des
Modems. Diese  Werte werden  als Factory  Default  Profile  (FDP)
bezeichnet. Die FDP Vorgaben sind CCITT V.22bis, Auto-answer nach
dem ersten Ruf mit geradem Paritaetsbit.

2.7 Nicht-Fluechtiger Speicher (NVRAM)

Der nicht-fluechtige Speicher (NVRAM = Non Volatile Memory) ist
eine spezielle Art wieder beschreibbarer Speicherbausteine, der
auch nach  dem Ausschalten  des Modems  die  gespeicherten  Daten
behaelt. Das  Modem ist  mit einem  NVRAM  ausgestattet,  um  die
Konfigurationswerte und die Telefonnummern zu speichern.

Die gespeicherten Konfigurationswerte ( SCP ) beinhalten die
Werte von 17 Registern. Das sind die Register:

S0 - S6 - S7 - S8 - S9 - S10 - S11 - S12 - S18 - S19 - S20 -
S21 - S22 - S23 - S24 - S25 und S26.

Zwei komplette  Konfigurationen (Profile), naemlich SCP0 und SCP1
sind im NVRAM gespeichert. Normalerweise haben SCP0 und  SCP1 die
gleichen Werte  wie die  FDP fabrikmaessig.  Falls die  oertliche
Telefongesellschafft  jedoch  andere  Parameter  vorschreibt,  so
befindet sich  eine Karte  mit Aenderungsvorschlaegen  bei  ihrem
Modem.

Der Speicher  fuer die  Telefonnumern kann bis auf 10 Sets erwei-
tert werden  und ungefaehr  100 Zeichen  inclusive Telefonnummern
und  Wahlmodifikationen  aufnehmen.  Die  Telefonnummern  muessen
benutzt werden,  wenn im  Wahl-Modus S oder /. gearbeitet wird. (
The telephone  numbers are  to be  used for  dialing  by  issuing
appropriated dial modifier S or /.)
                                                         Seite 11

2.8 Aktiver Konfigurationsbereich ( ACA )

Ein Teil des RAM ihres Modems wird als ACTIVE CONFIGURATION
AREA (ACA) bezeichnet. Der ACA speichert den Inhalt der Register,
die  zum  aktuellen  Zeitpunkt  den  Betriebszustand  des  Modems
kontrollieren.

Nach dem  Einschalten wird  der ACA  mit den  FDP-Werten aus  dem
Firmware-ROM geladen,  und dann  mit  den  SCP-Werten  des  NVRAM
ueberschrieben. Da  der NVRAM jedoch zwei SCP's enthaelt,bestimmt
der zuletzt  gegebene Befehl  &Y0 oder  &Y1, ob  der ACA mit SCP0
oder SCP1 ueberschrieben wird.

Der SET-REGISTER  Befehl und  die  meisten  anderen  Modembefehle
greifen auf  den ACA  zu. Sie koennen den ACA durch geeignete Mo-
dem-Operations-Befehle veraendern.  Wollen Sie  zur weiteren  Be-
nutzung das  geaenderte Profil  im  NVRAM  speichern,  dann  kann
dieses mit  Hilfe der Befehle &W0 oder &W1 wahlweise im SCP0 oder
SCP1 geschehen.

Wird ein  Modem-RESET mit  Hilfe der  Befehle Z0 oder Z1 durchge-
fuehrt, dann  wird der  ACA mit dem FDP geladen und dann, je nach
Befehlsart, mit dem Inhalt von SCP0 oder SCP1 ueberschrieben.

Der Befehl  &F laedt den Inhalt des fabrikmaessig gesetzten Firm-
ware   ROM   in   den   aktiven   Konfigurationsbereich   (active
configuration region).

Nach Ausschalten  des Modems  sind alle Einstellungen im ACA ver-
loren.
Seite 12

2.9 Smart / Dumb Jumper

Smart  = halbintelligent
Dumb   = unintelligent (stockdoof)
Jumper = Bruecke,Schalter,Stecker

Links neben der LED-Kette befindet sich hinter der Frontabdeckung
ein Jumper.  Mit Hilfe eines kleinen Schraubenziehers laesst sich
diese leicht entfernen. Durch den Jumper laesst sich das Modem in
den Smart  oder Dumb  Modus umschalten.  Fabrikmaessig ist  Smart
eingestellt. Dadurch kann das Modem Befehle empfangen und Antwort
Codes  auf   den  Bildschirm   bringen.  Dies   ist  die  normale
Einstellung im Dial Up Modus.

In der  Dumb Einstellung  ignoriert das  Modem Befehle und sendet
keine Antwortcodes  zurueck,so dass es als AUTO-ANSWER Modem oder
im Synchron Modus 2 oder 3 konfiguriert ist.


2.10 VOCE / DATA Schalter

Auf der  Vorderseite des  Modems befindet  sich ein Schalter, mit
dessen  Hilfe   sich  das   Modem  beliebig  zwischen  VOICE  und
DATENUEBERTRAGUNG umschalten  laesst, ohne  die  Uebertragung  zu
unterbrechen.

Um waehrend des On-Line Betriebs von Datenuebertragung auf Stimme
umzuschalten, sollten Sie

    1.   Den Partner ueber Tastatur darueber informieren,dass
         Sie auf Stimme umschalten moechten.
    2.   Den Telefonhoerer abnehmen und dann den Schalter am
         Modem auf VOICE stellen. Danach koennen Sie mit dem
         Partner sprechen.
         Falls der Schalter schon auf Stimme steht, dann
         schalte ihn auf DATA und dann zurueck auf VOICE.
    3.   Der Partner kann, sobald er ihre Anfrage erhalten
         hat, mit ihnen sprechen, in dem er seinen Telefon-
         hoerer benutzt.

Um zur Datenuebertragung zurueckzukehren, sollten Sie

    1.   Den Partner muendlich ueber die Rueckkehr in den
         Daten Modus informieren.
    2.   Den Schalter auf DATA stellen und dann den Hoerer
         auflegen. Falls der Schalter schon auf DATA stand,
         schalten Sie ihn auf VOICE und dann zurueck auf DATA.
    3.   Der Partner soll, sobald er den hohen Ton ihres
         Modems hoert, seinen Schalter auf DATA stellen und
         den Hoerer auflegen.Falls der Schalter......
    4.   Falls das andere Modem nicht den gleichen Schalter
         hat, so muss es stattdessen in den Wahl- oder Antwort-
         Modus versetzt werden. Dies geschieht durch die
         Befehle ATD oder ATA im Terminal-Modus. Danach muss
         der Telefonhoerer aufgelegt werden.
                                                         Seite 13

Nach der  Umschaltung auf  VOICE erscheint die Meldung NO CARRIER
aber die  Verbindung steht  jetzt weiter ueber den Telefonapparat
und nicht  mehr ueber das Modem. Wird der Hoerer allerdings nicht
vor  der   Umstellung  auf  VOICE  abgenommen,  dann  bricht  die
Verbindung zusammen.

Sie koennen  das Modem auch zur automatischen Wahl benutzen. Gebe
zuerst Anweisung,  dass das  Modem die in der Software angegebene
Nummer anwaehlt.  Wenn Sie  die Stimme des Partners hoeren, heben
Sie den Hoerer ab und schalten Sie auf VOICE.


2.11 VOICE / DATA Impulsunterscheidung ( VDD )


Ist die VDD-Funktion eingeschaltet, dann kann das Modem Stimmen
von Datenimpulsen unterscheiden.
Im Auto Answer Modus erkennt das Modem eine Stimme nur dann, wenn
diese laut und deutlich ist.
Um die VDD-Funktion einzuschalten, muss nur der Befehl J1 in den
Antwortstring eingefuegt werden.

Beispiel:

Ist der Answering String ATS0=1, dann geben Sie ATJ1S0=1 ein.

Um die VDD-Funktion zu testen, sollten Sie

    1.   Die Software rebooten.
    2.   Lass einen Freund anrufen und ihn bei Meldung des
         Modems laut und deutlich sprechen.
    3.   Wenn das Modem die Stimme identifiziert hat, wird
         die Meldung VOICE CALL gezeigt und das Modem sendet
         eine Melodie an den Partner. Sie koennen dann den
         Hoerer abnehmen, den VOICE / DATA Schalter betaetigen
         und mit ihm sprechen.

Wird der  Anruf nicht innerhalb von 60 Sekunden beantwortet, dann
wird die Musik abgebrochen, die Meldung HANG UP erscheint auf dem
Bildschirm und das Modem legt auf.

Identifiziert das  Modem nicht  innerhalb  von  5  Sekunden  nach
Eintritt in  die Verbindung  eine menschliche Stimme, so nimmt es
einen DATA  Anruf an und versucht, eine Verbindung zu dem anderen
Modem aufzubauen.

Bemerkung:
Durch unterschiedliche Bedingungen im Telefonsystem kann es sein,
dass die VDD-Funktion nicht einzurichten ist.
Seite 14

                            KAPITEL 3

                 BEFEHLSSYNTAX und ANTWORTCODES

3.0 Uebersicht

Dieses Kapitel beschreibt die Syntax der Befehlssprache und die
Antwortcodes.

3.1 Befehlseingabe

Befindet sich das Modem im Befehlsstatus, koennen die Befehle mit
Hilfe der Tastatur eingegeben werden.

Eine Befehlszeile  beginnt mit  AT (oder at), gefolgt von dem Be-
fehl und  wird mit RETURN beendet. Mehrere Befehle in einer Zeile
sind erlaubt.  Um die  Befehlszeile uebersichtlicher  zu  machen,
sollten die einzelnen Befehle durch Leerzeichen getrennt werden.

3.2 Befehlspufferspeicher

Die ueber  Tastatur eingegeben  Zeichen werden  im  Befehlspuffer
gespeichert. Der  Puffer kann  40 Zeichen  speichern.  Nicht  ge-
speichert werden  AT, die  vorhandenen Line-Feed-Zeichen  und die
Leerzeichen.

Die gespeicherte  Befehlszeile wird  erst  nach  Betaetigung  der
RETURN Taste  ausgefuehrt. Laeuft  der Befehlspuffer  ueber, dann
werden nach Betaetigen der RETURN Taste die Befehle ignoriert und
der Antwortcode ERROR gesendet.

3.3 Befehl loeschen

Mit Hilfe  der Backspace  Taste kann das letzte Zeichen geloescht
werden. Das  Vorzeichen AT  kann nicht  mit  Backspace  geloescht
werden.

Um die aktuelle Befehlszeile ganz zu loeschen, muss die Backspace
Taste so  lange gedrueckt  werden, bis nur noch AT vorhanden ist.
Dann RETURN druecken.

Durch Aenderung  des S5  Registers kann ein anderes ASCII-Zeichen
fuer Backspace vereinbart werden.

Wenn die  Backspace Taste  auf der  Tastatur fehlt,  koennen  Sie
stattdessen Ctrl-H benutzen.
                                                         Seite 15

3.4 Modem Antwort Codes

Wurde der  Befehl Q1  nicht gesetzt,  dann sendet  das Modem nach
Ausfuehrung einer  Befehlszeile seinen  Antwortcode. Der Antwort-
code kann durch Worte oder Zahlen angezeigt werden. Die Bedeutung
der Codes  wird im  folgenden  aufgefuehrt.  Die  Nummer  in  der
Klammer ist identisch mit der Zahlenanzeige des Codes.

                            OK ( 0 )

Kommandozeile wurde ohne Fehler ausgefuehrt oder ein Wahl- oder
Antwortprozess wurde durch Betaetigen einer Taste abgebrochen.

                          CONNECT ( 1 )

Modem baute eine Verbindung mit einem entfernten Modem mit 1200
bps oder 2400 bps (falls X0 gesetzt) oder mit 300 bps auf.

                           RING ( 2 )

Modem erkennt ankommenden Ruf. Bis das Modem den Ruf beantwortet,
wird jedesmal RING auf dem Bildschirm angezeigt.

                        NO CARRIER ( 3 )

Das Modem konnte innerhalb 45 Sekunden (festgelegt durch Register
S7) keine  Verbindung aufbauen  oder Modem  erkennt eine  LOSS OF
CARRIER Meldung  wenn es  mit einem  entfernten Modem ON-LINE ist
oder wenn einen lokalen analogen LOOPBACK TEST durchfuehrt.

                           ERROR ( 4 )

Modem findet  einen fehlerhaften  Befehl bei  Ausfuehrung der Be-
fehlszeile oder  der  User  gibt  einen  fehlerhaften  Befehl  im
Wahlstring ein.

                       CONNECT 1200 ( 5 )

Modem baute  eine Verbindung  zum entfernten  Modem mit  1200 bps
auf. Eingeschaltet,  wenn der  Befehl X1,  X2, X3 oder X4 gegeben
wurde. Nicht gesendet bei X0

                        NO DIALTONE ( 6 )

Kein Freizeichen erkennbar, eingeschaltet durch den Befehl W im
Wahlmodus (enabled by dial modifier W) oder durch den Befehl X1
oder X4.

                           BUSY ( 7 )

Modem erkennt Besetztzeichen. Eingeschaltet durch X3 oder X4 oder
durch @ im Wahlmodus.
Seite 16

                         NO ANSWER ( 8 )

Modem kann keine 5 Sekunden Stille ( 5 second silence ) innerhalb
30 Sekunden  Wartezeit erkennen,  wenn @ im Wahlmodus eingestellt
ist.

                       CONNECT 2400 ( 10 )

Verbindung mit 2400 bps aufgebaut.

                       NVRAM ERROR ( 30 )

Fehler tritt auf im Schreibmodus des NVRAM.

                        VOICE CALL ( 31 )

Modem erkennt Stimme wenn VDD-Funktion eingeschaltet ist.

                         HANG UP ( 32 )

VOICE Anruf wird nicht innerhalb 60 Sekunden beantwortet.


                                                         Seite 17


                            KAPITEL 4

                            REGISTER

4.0 Uebersicht

Das Modem  hat 28  Register, von denen jedes bestimmte Funktions-
merkmale festlegt.  Dieses Kapitel beschreibt, wie diese Register
gelesen bzw. gesetzt werden koennen.

4.1 Lesen oder Veraendern eines Registers

Mit dem  aktuellen Befehl  Sr? kann  der Inhalt  eines  Registers
gelesen werden.  Um es  zu veraendern,  benutze den  Befehl Sr=n,
wobei r  die Registernummer  (0-27) und n den neuen Wert bezeich-
net.

Beispiel :
ATS7?              Lese Register S7
ATS7=150           Setze Register S7 auf Wert 150

4.2 Auto-answer Rufanzahl  S0
Bereich: 0 - 255                  Vorgabe 1 (ank.Ruf)

Register S0  bestimmt die  Anzahl der  Klingelzeichen, nach denen
das Modem  den Anruf automatisch beantwortet. Standardvorgabe ist
1, das  heisst, das  Modem beantwortet  den Anruf nach dem ersten
Ruf. Wird  es  auf  0  gesetzt,  so  erfolgt  keine  automatische
Anrufbeantwortung.

4.3 Zaehlung des Klingelzeichens  S1
Bereich 0 - 255                   Vorgabe = 0 (ank.Ruf)

Register S1  wird bei jedem ankommenden Ruf (Klingelzeichen) um 1
erhoeht. Es  arbeitet nur,  wenn S0  nicht auf  0 gesetzt ist und
wird 8 Sekunden nach dem letzten Klingeln geloescht.

4.4 Escape - Zeichenwert  S2
Bereich 0 - 127                   Vorgabe 43 (ASCII)

Register  S2   speichert  den  dez.  Wert  des  Escape  Zeichens.
Vorgabewert 43 ist ASCII +

4.5 Carriage Return  S3
Bereich 0 - 127                   Vorgabe 13 (ASCII)

Register S3  speichert den  dez. ASCII  Wert des  Carriage Return
Zeichens. Das Zeichen beendet eine Eingabe sowohl im Befehls- als
auch im Antwort Modus.
Seite 18

4.6 Line Feed  S4
Bereich 0 - 127                   Vorgabe 10 (ASCII)

Register S4 speichert den dez. ASCII Wert des Line Feed Zeichens.
Dieses  Zeichen   folgt  einem   Carriage  Return,   nachdem  ein
Antwortcode in  Form von  Textzeichen eingegeben  wurde. (after a
verbal response code is sent)

4.7 Backspace S5
Bereich 0 - 32, 127               Vorgabe 08 (ASCII)

Register S5  speichert den  Wert des  Backspace (Ruecksetz-) Zei-
chens. Dieses  Zeichen ist  einmal identisch  mit  der  Backspace
Taste im  Editier Modus  und ist  auch das Steuerzeichen, das den
Cursor wieder  auf den  Bildschirm bringt. Es kann nicht im ASCII
Bereich von  32 bis  126 liegen.  Wird dieses Zeichen eingegeben,
dann loescht  es das vorhergehende Zeichen einer Befehlszeile und
gibt 2  der S5  Zeichen durch  Leerstelle getrennt,  zurueck. (it
erase the  previous character  on the command line and echoes two
of the S5 characters, separated by a space.)

4.8 Warten auf Freizeichen S6
Bereich 2 - 255                   Vorgabe 2 Sek.

Register S6  legt fest,  wie lange das Modem nach der Wahlinitia-
lisierung auf  das Freizeichen  wartet, bevor es mit dem Wahlvor-
gang beginnt.
Minimum ist 2 Sekunden.

4.9 Warten auf Verbindung S7
Bereich 3 - 255                   Vorgabe 45 Sek.

Das Register  S7 bestimmt,  wie lange  das Modem nach dem Waehlen
auf das  Antwortsignal des  entfernten Modems wartet. Wenn es in-
nerhalb der festgelegten Zeit eine Verbindung erhaelt, geht es in
den ON-LINE  Status. Ist  dies nicht der Fall, legt das Modem auf
und gibt den Antwort Code NO CARRIER aus.

4.10 Pausenzeit fuer Komma S8
Bereich 0 - 255                   Vorgabe 2 Sek.

Register S8  legt fest,  wie lange das Modem nach einem Pausenbe-
fehl wartet.

4.11 Verbindung erkannt (Zeit) S9
Bereich 1 - 255                   Vorgabe 6 (Zehntelsek)

Register S9  bestimmt, wie  lange ein  Verbindungssignal (carrier
signal) ununterbrochen  anliegen muss,  damit das  Modem  es  als
solches erkennt.  Ein hoeherer Wert gibt dem Modem mehr Zeit, die
Verbindung auch bei bestehenden Stoergeraeuschen zu erkennen.
                                                         Seite 19

4.12 Verbindung verloren (Zeit) S10
Bereich 1 - 255                   Vorgabe 14 (Zehntelsek)

Register S  10 bestimmt,  wie lange  eine Verbindung unterbrochen
sein kann,  bevor es als Signal zum Verbindungsabbruch aufgefasst
wird. Diese  Verzoegerungszeit laesst  das Modem bei kurzzeitiger
Unterbrechung der Verbindung nicht gleich auflegen.

4.13 Touch Tone Wahlgeschwindigkeit S11
Bereich 70 - 255                  Vorgabe 95 (Millisek)

Register S11  bestimmt das  Dauer/Pause Verhaeltnis im Touch Tone
Wahlmodus. Vorgabe  sind etwa  5.26 Einheiten  ( digits ) pro Se-
kunde

4.14 Escape-Befehl Schutzzeit S12
Bereich 0 - 255                   Vorgabe 50 (20 Millisek)

Register S12  bestimmt die Wartezeit, die vor und nach dem Escape
Zeichen gebraucht  wird, um  eine Escape  Sequenz durchfuehren zu
koennen. In dieser Zeit werden keine Operationen durchgefuehrt.

4.15 Test Timer S18
Bereich 0 - 255                   Vorgabe 0 (Sekunden)

Register S18  bestimmt, wie  lange der Modem Diagnose Test dauern
soll. Alternativ  dazu kann  der Test  jederzeit durch den Befehl
&T0 beendet werden. Die fabrikmaessige Einstellung 0 schaltet den
Test Timer aus.

4.16 Verzoegerung bis DTR S25
Bereich 0 - 255              Vorgabe 5 (Sek oder 10 Millisek)

DTR = Data Terminal Ready Signal
Der Wert  des S25  Registers  wird  je  nach  Betriebsart  unter-
schiedlich interpretiert.
Wurde im  Synchronmodus 1 eine Verbindung aufgebaut,dann bestimmt
Register S25  die Verzoegerungszeit,  nach der  das Modem das DTR
Signal untersucht.  Dies gibt  dem Benutzer ausreichend Zeit, das
Modem  von   einem  asynchronen   Terminal  auf   ein  synchrones
umzuschalten, ohne es in den Befehlsstatus umschalten zu muessen.
Im asynchronen  Modus und  synchronem Modus 2 und 3 ignoriert das
Modem den Verlust des DTR Signals bei einem DTR Wechsel (entweder
ein oder aus), falls er kuerzer als die mit S25 eingestellte Zeit
ist.
Die fabrikmaessige  Einstellung ist  S25 =  5. Das  entspricht  5
Sekunden im  synchronen Modus  oder 0.05  Sekunden im asynchronen
und synchronen Modus 2 und 3.
Seite 20

4.17 RTS bis CTS Verzoegerungsintervall S26
Bereich 0 - 255                        Vorgabe 0 (10 Milli)

RTS = Request To Send  ( Sendeteil einschalten )
CTS = Clear   To Send  ( Sendebereitschaft )

Wenn die  &R0 Wahlmoeglichkeit  eingeschaltet ist, bestimmt Regi-
ster S26, wie lange das Modem (nachdem RTS erkannt wurde) wartet,
bevor es in den CTS-Zustand geht.
                                                         Seite 21
                            Kapitel 5

                 Liste der verfuegbaren Befehle

5.0 Uebersicht

Dieses Kapitel  beschreibt  in  alphabetischer  Reihenfolge  alle
verfuegbaren Befehle.  Die Syntax  der  Befehlssprache  wurde  in
vorhergehenden Kapiteln beschrieben.

5.1 Manuelle Antwort (Manual Answer)  A

Befehl A  eroeffnet den  Antwortablauf. Er schaltet das Modem di-
rekt in  die Telefonleitung  (off-hook) und  wartet auf eine Ver-
bindung. Kommt diese zustande, wird ein weiterer Befehl, der nach
A in der Zeile steht, nicht ausgefuehrt.

5.2 Attention Code AT

Der Befehl  AT oder  auch at loescht den Befehlspuffer und infor-
miert das  Modem ueber  die Uebertragungsgeschwindigkeit des Com-
puters, das  Datenformat und  die Paritaet.Jeder  Befehl oder Be-
fehlszeile, ausser A/, muss mit AT begonnen werden.

5.3 Wiederhole den letzten Befehl  A/

Der Befehl A/ laesst das Modem die zuletzt im Puffer gespeicherte
Befehlszeile wiederholen.  Dies ist der einzige Befehl, der weder
ein  vorgestelltes   AT  noch   ein  Carriage   Return   braucht.
Normalerweise   wird   er   zur   Wahlwiederholung   nach   einem
Besetztzeichen (busy) oder nach NO ANSWER benutzt

5.4 Bell oder CCITT Standard  B

Mit dem  Befehl B  wird zwischen  BELL und  CCITT Protokoll umge-
schaltet. Vorgabe  ist das  BELL Protokoll,  was  dem  Befehl  B1
entspricht. Die Umschaltung auf CCITT erfolgt durch ATB0.

    Bemerkung:
    Es kann sein, das dieser Befehl aufgrund der oertlichen
    Gegebenheiten nicht unterstuetzt wird.

5.5 Sender Carrier Signal  Transmitter Carrier Sign.  C

Die Vorgabe  C1 schaltet  das Modem  in den  Zustand, das Carrier
Signal automatisch  ein- oder  auszuschalten. Das  Carrier Signal
ist  an,   wenn  das  Modem  waehlt,  antwortet  oder  mit  einem
entfernten Modem verbunden ist; ansonsten ist es ausgeschaltet.

Der Befehl C0 schaltet die Uebertragung des Carrier Signals aus.
Seite 22

5.6 Waehlen im Originate (Erzeugen) Modus   D

Der Befehl  D veranlasst  das Modem,  die ihm  folgende Nummer zu
waehlen und  nach erfolgreicher  Verbindung in den on-line Status
zu wechseln.

Die dem  Befehl D  folgende Nummer  darf entweder  die Zahlen 0-9
(die Telefonnummer),  die Symbole  * und  # (nur  bei Tonwahlver-
fahren), und  auch Waehlmodifikationen  wie P,T,S,R  und  andere,
enthalten.

5.7 Echo Befehlszeichen  E

Die Vorgabe  E1 veranlasst  das  Modem,  Befehlszeichen  auf  den
Bildschirm zurueckzusenden  (ECHO), sodass  Befehle  kontrolliert
werden koennen (im Befehlsstatus).

Falls Sie nicht wollen, dass Befehle geechot werden (zum Beispiel
bei Verbindung mit Host Computern When using modem with some host
computers ), dann erreichen Sie dies mit dem Befehl E0.

Erscheinen  die   Zeichen  doppelt,  sollten  Sie  den  Befehl  F
einsetzen und  damit den Duplex Parameter der Software veraendern
oder den Waehlstring modifizieren.

5.8 Daten Duplex  F

Die Vorgabe  entspricht einem  gegebenen F1  Befehl, wodurch  der
Voll-Duplex Betrieb  (gleichzeitige bidirektionale  Uebertragung)
eingeschaltet wird und das Modem Daten nicht echot.
Befindet sich  ihr Computer  im Voll-Duplex  Zustand und  es  er-
scheinen die  eingegebenen Zeichen  nicht ,  dann geben  Sie  den
Befehl F0  ein. Dadurch  wird der Halb-Duplex Modus eingeschaltet
und das Modem gibt die von Ihnen gesendeten Zeichen zurueck.
Verwechseln Sie  diesen Befehl  nicht mit  dem Befehl  E, der das
Echo bei  Befehlszeilen kontrolliert,  waehrend sich der Befehl F
auf den Datenmodus bezieht.

5.9 Telefonleitungskontrolle (Hook Control)  H

Der Befehl  H0 veranlasst  das  Modem  im  On-Line  Befehlsstatus
aufzuhaengen, waehrend der Befehl H1 gebraucht wird, um es an die
Telefonleitung zu schalten.

5.10 Identifikation  I

Mit dem Befehl I0 wird der Produkt Code gesendet
I1 fragt die Checksumme des Modem Firmware ROM in ASCII Zeichen
ab, gefolgt von einem Carriage Return und Line Feed.
I2  sendet  OK  oder  ERROR  in  Abhaengikeit  vom  Ergebnis  des
Checksummen Tests.
                                                         Seite 23

5.11 Voice / Data Erkennung J

Die Vorgabe J0 schaltet die Voice / Data Erkennungsfunktion (VDD)
des Modems aus, J1 schaltet sie ein.

5.12 Lautsprecher Lautstaerke L

Dieser Befehl bestimmt die Lautstaerke des Modemlautsprechers.
Die Vorgabe L2 waehlt eine mittlere Wiedergabe.
Um eine leisere Wiedergabe zu bekommen, muessen Sie L, L0 oder L1
waehlen. Mit L3 waehlen Sie eine lautere Wiedergabe.
Stattdessen koennen  Sie die  Lautstaerke auch  mit dem Knopf auf
der Rueckseite des Modems einstellen.

5.13 Lautsprecherkontrolle M

Dieser Befehl legt fest, wann der Lautsprecher eingeschaltet ist,
sodass Sie den Waehlvorgang ueberwachen koennen.
Der Befehl  M0 schaltet  den Lautsprecher  dauernd aus.  Der Vor-
gabebefehl M1  schaltet den  Lautsprecher bis  zum  erfolgreichen
Verbindungsaufbau ein.
Mit M2 ist er auch nach Verbindungsaufbau noch eingeschaltet.
Der  Befehl   M3  schaltet   den  Lautsprecher  an,  ausser  beim
Waehlvorgang oder wenn ein entfernter Carrier entdeckt wird.

5.14 Wechseln von Waehlvorgaengen N

Wird der  Befehl N  zwischen zwei Telefonnummern eingefuegt, dann
waehlt das  Modem die  erste Nummer. Ist die Nummer besetzt, wird
die zweite Nummer versucht.
Dies wird Wechselwahl (swap dialing) genannt. Ein Beispiel:

                    ATDT 762-3202 N 768-6262

Achten Sie darauf, dass die maximale Zeichenanzahl einer Be-
fehlszeile 40 nicht ueberschreitet, da sonst der Puffer ueber-
laeuft.
Verwechseln Sie diesen Befehl nicht mit dem Waehlbefehl N= oder
N?

5.15 Setze Anzahl der Waehlversuche  N = n

Mit dem  Befehl N = n wird festgelegt, wie oft das Modem im Falle
eines angetroffenen  Besetztzeichens  die  Wahl  wiederholt.  Der
Vorgabewert fuer  n ist  0, sodass  das Modem  die  Nummer  nicht
wiederholt. Sie koennen einen Wert bis 15 einsetzen.

5.16 Gib den Wert aus 5.15 aus  N?

Durch den  Befehl N?  wird die  gesetzte Anzahl der Wahlwiederho-
lungen auf dem Bildschirm ausgegeben.
Seite 24

5.17 On Line  O

Befindet sich  das Modem  waehrend einer Datenuebertragung im Be-
fehls Status, so wird es durch den Befehl O in den On Line Status
versetzt und  kann die Datenuebertragung mit dem entfernten Modem
wiederaufnehmen.
Wird der  Befehl O1  ,der nur  bei 2400  bps gueltig  ist,  gege-
ben,dann geht  das Modem  nicht nur auf On Line, sondern schaltet
zusaetzlich noch  einen Entzerrer  ein  (initiates  an  equalizer
retrain sequence).  Dieser wird  benutzt, wenn die Fehlerrate der
Bit Uebertragung  sehr hoch  ist und  angenommen wird, dass diese
durch eine groessere  Entzerrung  vermieden wird.

5.18 Impulswahl  P

In der Bundesrepublik gilt die Impulswahl.

Wird der  Befehl P  vor eine Telefonnummer gesetzt, dann wird die
Nummer im  Impulswahlverfahren gewaehlt.  Impulswahl ist  auf  10
Impulse pro Sekunde eingestellt.
Sie koennen  P ueberall  einfuegen, sogar  zwischen Zahlen um die
folgenden Zahlen im Impulswahlmodus waehlen zu lassen.
Zum Beispiel veranlasst die Befehlszeile
                          ATDT9,P76985
das Modem  die Ziffer  9 im  Tonwahlverfahren zu  waehlen, dann 2
Sekunden zu  warten (Komma  Befehl) um danach die Nummer 76985 im
Impulswahlverfahren zu waehlen.

5.19 Sende Antwort Codes  Q

Durch die Vorgabe Q0 werden Antwortcodes vom Modems gesendet.
Durch den  Befehl Q1  werden diese  nicht gesendet. Dies ist dann
sinnvoll, wenn  sich das  Modem im synchronen Modus befindet oder
ein Drucker angeschlossen ist, der diese auch ausdrucken wuerde.

5.20 Wahl im Antwort (Reverse) Modus  R

Wird der  Befehl R  an das Ende einer Wahl Befehlszeile gehaengt,
dann wird  das Modem  dahingehend instruiert,  einen Ruf  im Ant-
wortmodus zu  geben. Dieser  Befehl wird dann verwendet, wenn ein
Originate-only Modem angewaehlt wird.

5.21 Wahl der gespeicherten Nummer  S=n

Wird die  Wahlmodifikation S=n  nach dem  Wahlbefehl D  in  einer
Befehlszeile gegeben,  dann waehlt  das Modem  die n+1 te Nummer,
die zuvor mit dem Befehl &Zn gespeichert sein musste.
Beispiel:
    ATDTS=2            Waehle die 3. gespeicherte Nummer
    ATDTS=2NS=4        Waehle die 3. gespeicherte Nummer.
                       Falls besetzt, waehle die 5. Nummer.
                       (swap dialing)
                                                         Seite 25

Wird die  Wahlmodifikation benutzt,  so ist  auf die  maximal zu-
laessige Zeichenanzahl  von 40  zu achten.  Besteht ihre  gespei-
cherte Nummer  aus 10  Ziffern, so  zaehlt sie auch 10 Zeichen im
Befehlspuffer obwohl  sie nur  3 Zeichen in der Befehlszeile ein-
nimmt.
Verwechseln Sie  diese Wahlmodifikation  nicht mit  dem Register-
befehl Sr?  oder Sr=n.  Die Wahlmodifikation  S kann  nur in Ver-
bindung mit  den Befehlen  D, DT  oder DP  gesetzt werden, da sie
sonst als Register-Setz-Befehl interpretiert wird.

5.22 Registerwert lesen  Sr?

Der Befehl Sr? gibt den Wert des Registers r aus.
ATS7? schreibt den Wert des Registers 7 auf den Bildschirm.
Es koennen  mehrere Register  auf einmal gelesen werden, zum Bei-
spiel durch ATS5?S7? .Danach wird OK gesendet.

5.23 Registerwert setzen  Sr=n

Mit Sr=n wird das Register r auf den Wert n gesetzt. Zum Beispiel
setzt ATS8=6 den Wert eines Kommas auf 6 Sekunden.
Beachten Sie,  dass bei  Abschaltung oder bei einem Reset des Mo-
dems durch ATZ alle Werte auf die Vorgabewerte des NVRAM oder des
Firmware ROM gesetzt werden.

5.24 Tonwahlverfahren  (Frequenzwahlverfahren) T

Mit dem Befehl T vor einer Telefonnummer waehlt das Modem im
Tonwahlverfahren. Die Wahlgeschwindigkeit wird durch Register S11
bestimmt und liegt vorgabemaessig bei 5.26 Zeichen (digits) pro
Sekunde.Sie koennen T auch zwischen zwei Zahlen unterbringen um
das Modem danach im Tonwahlmodus arbeiten zu lassen.
                          ATDP9,T76985
laesst das Modem die 9 im Impulsmodus waehlen, und nach 2 Se-
kunden (Komma-Befehl) im Tonwahlmodus fortfahren.

5.25 Wort oder Zahlen Antwort  V

Die Vorgabe  V1 bringt  die Antwortcodes in Wortform, wie z.B. OK
oder CONNECT auf den Bildschirm.
Der Befehl V0 ,der den Antwortcode in Zahlenform bringt, wird bei
Software verwendet,  die mit Zeichenketten nicht effektiv umgehen
kann.

5.26 Bei Freizeichen warten  W

der Befehl  W in  einem Wahlbefehl laesst das Modem auf ein 3 Se-
kunden anstehendes  Freizeichen warten,  bevor mit  der Wahl  be-
gonnen wird.  Wird der Ton nicht erkannt, so gibt es NO DIAL TONE
oder bei besetzt BUSY zurueck.
Seite 26

5.27 Setze Antwortauswahl  X

Dieser  Befehl  kann  verschiedene  Parameter  haben  und  unter-
schiedlichste Antwortbedingungen  setzen. Vorgabe ist X4, Details
sind im Kapitel 3 beschrieben.

5.28 Langes Unterbrechungs-Signal  Y

     Long Space Disconnect

Mit Hilfe  des Befehls Y1 wird die Long Space Disconnect Funktion
eingeschaltet, sodass  das Modem  auflegt, wenn  es ein  fuer 1.6
Sekunden anstehendes  Break-Signal vom  entfernten Modem erhaelt.
In Verbindung  mit dem  Befehl ATH  sendet das  Modem auch  ein 4
Sekunden langes  Break-Signal an  das entfernte  Modem, bevor  es
selbst auflegt.
Mit der Vorgabe Y0 ist diese Funktion ausgeschaltet.

5.29 Reset  Z

Der Befehl Z0 setzt das Modem zurueck (Reset), laedt die ACA mit
der SCP0 und fuehrt einen 2 Sekunden dauernden Selbsttest durch.
Der Befehl &Z1 macht das gleiche, nur wird die ACA mit SCP1
geladen.

5.30 CD Wahl (Option)  &C

Der Befehl  legt fest,  wie das  Modem auf Bedingungen im CD Aus-
tauschkreis reagiert  und funktioniert  nur im asynchronen Modus.
Im synchronen  Modus funktioniert  CD immer  so als ob der Befehl
&C1 gegeben waere und laesst den letzten &C Befehl ausser Acht.
Mit der  Vorgabe &C1  nimmt das  Modem den Daten Carrier vom ent-
fernten Modem.  Um CD  auf vorhanden  (forced  true)  zu  setzen,
wenden Sie den Befehl &C0 an.

5.31 DTR Wahl (Option)  &D

DTR = Data Terminal Ready
Dieser Befehl  legt fest,  wie das  Modem auf einen Uebergang des
DTR-Signals von  EIN nach  AUS reagiert.  Er funktioniert  nur im
asynchronen Zustand.
Wird &D0 gegeben, dann ignoriert das Modem das DTR-Signal.
Der Befehl  &D1 bewirkt,  dass das  Modem, wenn  es einen Ein/Aus
Uebergang erkannt  hat, in  den Befehlszustand wechselt, die Ver-
bindung zum Terminal (line connection) aber aufrecht erhaelt. Der
TR Anzeiger (LED) gibt weiterhin ein vorhandenes DTR-Signal an.
Der Vorgabebefehl  &D2 laesst  das  Modem  bei  einem  DTR-Signal
Wechsel von  Ein  nach  Aus  in  den  Befehlszustand  gehen,  die
Telefonverbindung auflegen und den Auto-Answer-Modus ausschalten.
Bei vorhandenem  DTR-Signal  wird der  Auto-Answer-Modus  wieder
eingeschaltet.
                                                         Seite 27

Mit dem  Befehl &D3  geht das  Modem beim Wechsel des DTR-Signals
von Ein nach Aus in den Initialisierungszustand ueber. Die aktive
Konfiguration wird mit dem Inhalt des NVRAM ueberschrieben.

5.32 Konfigurationsprofil holen  &F

     Fetch Configuration Profile

Mit diesem  Befehl wird  die ACA mit den fabrikmaessigen Vorgaben
(FDP), die  im Firmware  Speicher des Modems liegen, ueberschrie-
ben.

5.33 Auswahl der Tonueberwachung  &G

     Guard Tone Selection

Befindet sich  das Modem  im CCITT  V.22 Modus,  dann waehlt  der
Befehl &G den Ueberwachungston (guard tone) aus.
Die Vorgabe  &G0 schaltet den Ueberwachungston ab. Der Befehl &G2
waehlt den  1800 Hz Ueberwachungston, waehrend &G1 den 550 Hz Ton
auswaehlt.

5.34 Auswahl des Telefonsteckers  &J

Fabrikmaessig ist  das Modem auf den Befehl &J0 eingestellt.Damit
koennen die  Stecker RJ-11, RJ-41S und RJ-45S (amerikanische Norm
?) bei  einem Einzelanschluss  benutzt werden.  Soll  fuer  einen
Mehrfachanschluss der  Stecker RJ-12  oder RJ-13  benutzt werden,
dann ist der Befehl &J1 anzuwenden.

5.35 Mietleitung oder Selbstwahl  &L

     Leased Line or Dialup Selection

Fabrikmaessige Vorgabe  ist der  Befehl &L0  ,der das  Modem  auf
Waehlfunktion einstellt.  Benutzen Sie  das Modem  in  der  Miet-
leitung von  Punkt zu  Punkt Funktion (leased line point-to-point
function), dann ist der Befehl &L1 zu geben.

5.37 Wahl des Verhaeltnisses bei der Impulswahl &P

Dieser Befehl kontrolliert das Impuls-Pausen-Verhaeltnis bei der
Impulswahl. Durch den Befehl &P0 wird dieses auf 39/61
eingestellt, was in den USA Standard ist. Benutzen Sie das Modem
in einigen anderen Laendern wie England oder Hong Kong, dann ist
dieses mit dem befehl &P1 auf 33/67 einzustellen.

In der Bundesrepublik muesste man eigentlich ein Verhaeltnis von
38/62 einstellen.
Seite 28

5.38 CTS zu RTS Auswahl

Die Vorgabe  von &R0  bewirkt,  dass  nach  RTS  das  CTS  Signal
gesendet wird.  Falls ihre  Software erwartet, dass das Modem das
RTS Signal ignoriert, geben Sie den Befehl &R1.

5.39 Betriebsbereitschaft (Data Set Ready) DSR  &S

Durch den  Vorgabebefehl &S0  ist das  DSR Signal  die ganze Zeit
angelegt. Soll  das DSR  Signal mit  der EIA  RS-232C  Vorschrift
(specification) zusammen  arbeiten, dann  benutzen Sie den Befehl
&S1.

5.40 Diagnose Test  &T

Mit  Hilfe   dieses  Befehls   fuehrt  das   Modem   verschiedene
Diagnosetests durch.Details  sind im  Kapitel Diagnose  und Tests
beschrieben.

5.41 Inhalt des Nicht-Fluechtigen-Speichers NVRAM  &V

Der Befehl  &V zeigt  die aktive  Konfiguration und  die  gespei-
cherten Telefonnummern auf dem Bildschirm.
Der Befehl  &V0 zeigt  das gespeicherte  Konfigurationsprofil  #0
(SCP0), die Bemerkung (remark) und die Identifikation.
Der Befehl &V1 bezieht sich auf das SCP1.

5.42 Speichern des Konfigurationsprofils  &W

Dieser Befehl  speichert die aktive Konfiguration (ACA) im nicht-
fluechtigen Speicher (NVRAM) des Modems.
Der Befehl &W0 speichert ins SCP0, der Befehl &W1 ins SCP1.

5.43 Synchroner Uebertragungstakt  &X

Die fabrikmaessige  Vorgabe &X0  laesst das  Modem den  Uebertra-
gungstakt erzeugen  und ihn  an Pin  15 der  RS-232 Schnittstelle
anlegen.
Der Befehl  &X1 bewirkt, dass das Modem den an Pin 24 anliegenden
Takt vom  Data Terminal  uebernimmt  und  ihn  auf  Pin  15  wei-
terschaltet.
Wird der  Befehl &X2  gegeben, dann  nimmt das Modem den Takt vom
ankommenden Carrier und legt ihn auf Pin 15 des Steckers.

5.44 Auswahl des Profils beim Einschalten  &Y

Abhaengig vom  zuletzt gegebenen  Befehl &Y0  oder &Y1  laedt das
Modem nach dem Einschalten entweder SCP0 oder SCP1 in die ACA.
                                                         Seite 29

5.45 Telefonnummern speichern  &Zn=

Dieser Befehl  speichert die  nachfolgende Nummer  im NVRAM,  die
dann mit  den Waehlbefehlen  Sn oder /n, oder unter Kontrolle des
DTR Signals benutzt werden kann. Beispiel:
    AT&Z0=76985                (76985 als erste Nummer)
    AT&Z9=0221-567845          (0221... als 10. Nummer)
Es koennen  maximal 100 Symbole gespeichert werden.Bis zu 10 Num-
mern koennen  gespeichert werden.  Jede Telefonnummer kann bis zu
36  Symbole,   einschliesslich  Nummer   und  Wahlmodifikationen,
enthalten. Leerzeichen werden ignoriert und nicht gespeichert.

5.46 Warten auf "kein Ton" waehrend der Wahl  @

Der @  Befehl in  einer Wahlbefehlszeile veranlasst das Modem bei
der Wahl,  innerhalb der  mit S7  festgelegten Zeit, zwischen den
einzelnen Ziffern  auf jeweils 5 Sekunden Stille zu warten, bevor
die naechste  Ziffer gewaehlt wird. Es legt auf und antwortet mit
NO ANSWER  wenn es  keine andauernde  Stille, oder  antwortet mit
BUSY, wenn es den Besetztton empfaengt.

5.47 Pause  , (Komma)

Ein "," Befehl laesst das Modem vor der Ausfuehrung des naechsten
Befehls eine  Pause machen.  Die  Laenge  der  Pause  (Vorgabe  2
Sekunden) wird  durch Register  S8 festgelegt.  Um die  Pausen zu
verlaengern, koennen mehrere Kommas hintereinander gesetzt , oder
der Wert des Registers S8 veraendert werden.

5.48 Wahl der gespeicherten Nummer  /n

Diese Wahlmodifikation  ist eine Alternative zur Wahlmodifikation
mit dem Befehl Sn. Wird die Modifikation /n nach dem Wahlbefehl D
in einer  Befehlszeile gegeben,  dann waehlt  das MOdem die n+1te
Nummer. Beispiel:
    ATDT/0              Waehle die erste gespeicherte Nummer
    ATDT8862/0          Falls die erste gespeicherte Nummer
                        762-3202 ist, dann waehlt dieser Befehl
                        jetzt 8862-762-3202
    ATDT/2N/5           Waehle die dritte gespeicherte Nummer
                        Falls besetzt, waehle die 6te Nummer.
                        (swap-dialing)
Achten Sie  wiederum auf  die maximal zulaessige Zahl von 40 Zei-
chen pro Kommandozeile etc.
Seite 30

5.49 Escape Zeichen  +++

Das Escape  Zeichen wird gebraucht, um das Modem vom On-Line Data
Zustand in  den On-Line Befehlszustand zu bringen. Es sollte nach
folgendem Muster benutzt werden:

    1. Eine Sekunde Schutzzeit, d.h. nichts eintippen.
    2. Dreimal hintereinander die Escape Zeichen +++ eingeben.
       Dabei nicht die RETURN Taste druecken.
    3. Nochmals eine Sekunde warten.

Hat das Modem die Escape Sequenz erkannt, dann sendet es OK und
geht in den Befehlsstatus ueber.
Der Vorgabewert  des Escape  Zeichens ist  + (ASCII  43) und  die
Schutzzeit ist  eine Sekunde.  Durch Veraenderung der Register S2
und S12 koennen diese Werte veraendert werden.

5.50 Flash  ! (Ausruf)

Der !  Befehl fuehrt dazu, dass das Modem fuer eine halbe Sekunde
die Verbindung  trennt und  dann wieder  aufnimmt. Damit  koennen
Rufe (calls) uebertragen werden.

5.51 Rueckkehr in den Befehlszustand  ;

Wird eine  Wahlbefehlszeile mit ; (Semikolon) abgeschlossen, dann
geht das Modem nach der Wahl nicht in den On-Line Status, sondern
geht in den Befehlsmodus.
                                                         Seite 31

                            Kapitel 6

                         Diagnose Tests

6.0 Uebersicht

Die Diagnose  Tests, die  in diesem  Kapitel beschrieben  werden,
sind hilfreiche  Moeglichkeiten, auftretende Fehler zu lokalisie-
ren.

6.1 Diagnose Moeglichkeiten

Es sind folgende Diagnose Tests moeglich:

    1.   Lokaler analoger Schleifentest ............... (&T1)
        Local Analog Loopback Test ................... (LAL)
        Testet den Uebertragungsweg zwischen lokalem
        Modem und lokalem Computer.
    2.   Lokaler analoger Schleifentest mit Selbsttest  (&T8)
        Local Analog Loopback Test with Selftest ..... (LALST)
        Testet das lokale Modem.
    3.   Entfernter digitaler Schleifentest ........... (&T6)
        Remote Digital Loopback Test ................. (RDL)
        Testet den Uebertragungsweg zwischen lokalem
        Modem, lokalem Computer, entfernten Modem und
        der Telefonleitung.
    4.   Entfernter digitaler Schleifentest mit Selbst. (&T7)
        Remote Digital Loopback with Selftest          (RDLST)
        Testet den Uebertragungsweg zwischen lokalem
        Modem, entfernten Modem und die Telefonleitung.
    5.   Lokaler digitaler Schleifentest                (&T3)
        Local Digital Loopback Test                    (LDL)





_______________________________________________________________

                 Grafische Uebersicht der Tests
_______________________________________________________________


              Lokale Seite                      Entfernte Seite
            ---------------------------------------------------
             Comp     Modem       Telefon       Modem    Comp
            ---------------------------------------------------
&T1 (LAL)   xxxxxxxxxxxxxxx
&T8 (LALST)           xxxxx
&T6 (RDL)   xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
&T7 (RDLST)           xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
&T3 (LDL)             xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Seite 32

6.2 Einfuehrung in die Fehlersuche

Uebertragungsfehler koennen  durch die Telefonverbindung, die be-
teiligten Computern oder durch die Modems entstehen.
Erfahrungsgemaess entstehen die meisten Uebertragungsfehler durch
schlechte Telefonverbindungen. Desweiteren koennen auch falsch
gesetzte Software Parameter fuer Verwirrung sorgen.
Falls Sie  einen Fehler  entdecken, dann  beobachten Sie  die Er-
gebnisse der  nachfolgend beschriebenen  Testvorschlaege. Bei den
Tests sollte  sich das Modem im Befehlszustand befinden, Computer
und Modem sollten auf Voll-Duplex-Betrieb geschaltet sein.

    1.   Das Modem als moegliche Fehlerquelle:
        Fuehren Sie den lokalen analogen Schleifentest mit
        Selbsttest durch. Dieser Test prueft das Modem selber.

    2.   Der Computer als Fehlerquelle:
        Fuehren Sie den analogen Schleifentest und den analogen
        Schleifentest mit Selbsttest durch.
        Falls der erste Test klappt, der zweite aber nicht
        durchgefuehrt werden kann, liegt es wahrscheinlich am
        Computer oder der Verbindung dahin.

    3.   Schlechte Telefonverbindung als Fehlerquelle:
        Fuehren Sie beide analogen Schleifentests, sowie den
        entfernten digitalen Schleifentest mit Selbsttest
        durch. Laufen beide analogen Tests, der digitale mit
        Selbsttest jedoch nicht,dann liegt der Fehler wahr-
        scheinlich an der Telefonleitung.

6.3 Test Timer  S18

Bei der  Durchfuehrung des LALST oder des RDLST bestimmt Register
S18 die  Laenge des  Tests.Ist die  eingestellte Zeit abgelaufen,
beendet das  Modem den  Test  und  kehrt  in  den  Befehlszustand
zurueck. Alternativ  dazu koennen  Sie den Test jederzeit mit der
Escape Sequenz unterbrechen. Sie kehren dann in den Befehlsstatus
zurueck und koennen mit dem Befehl AT&T0 abbrechen.
                                                         Seite 33

6.4 Lokaler analoger Schleifentest  &T1

    Local Analog Loopback Test (LAL)
Der LAL  wird zur  Ueberpruefung der Verbindung zwischen Computer
und Modem  benutzt. Nach  dem Start des Tests wird alles, was Sie
in die Tastatur tippen, vom Modem auf den Bildschirm geechot.



.. Lok  Comp ..        ... lok    Modem ...      .... Telefon

   ------------ TD --->  Transmitter  ----
                                          .      -------
                                          .      -------
   ------------ RD <---  Receiver     ----.



Das Modem  muss Off-Line  sein. Die folgende Befehlszeile initia-
lisiert den Test: AT&T1
Erhaelt das Modem den Carriage Return und Line Feed, dann beginnt
der Test.  Tippen Sie  einen Satz,  wie: "Ich bin doch einfach zu
doof", ein.  Erscheint dieser  genauso auf  dem Bildschirm,  dann
arbeiten Modem und Computer normal.
Um den  Test zu  beenden, geben Sie die Escape-Sequenz und danach
im Befehlsmodus AT&T0 ein.

6.5 Lokaler analoger Schleifentest mit Selbsttest &T8

    Local Analog Loopback with Selftest  LALST
Der LALST  dient der Ueberpruefung des Modems. Anstatt die Tasta-
tur zu benutzen, erzeugt das Modem die Testmuster selber.



.lok. Comp.        ....lok. Modem .................   .Tel....

            TD ->   Testpattern-->Transmitter  ->-
                                                  .   -------
                                                  .
                                                  .   -------
            RD <-   Error-Count<--Receiver     <--



Die Initialisierung erfolgt im Off-Line mit z.Bspl:
    ATS18=0&T8       Test Timer ausgeschaltet
    ATS18=30&T8      Test Timer auf 30 Sekunden
Der Test beginnt nach Carr.Ret. und Line Feed.
Ist S18 auf 0 gesetzt, wird der Test ueber die Escape Sequenz und
AT&T0 abgebrochen. Das Modem gibt danach die Anzahl der Fehler im
Zeitintervall aus.  Der  Wert  000  bedeutet:  kein  Fehler,  255
bedeutet 255 oder mehr Fehler.
Seite 34

6.6 Entfernter digitaler Schleifentest  &T6

    Remote Digital Loopback  RDL
Mit Hilfe  des RDL  werden lokaler  Computer und  Modem, das ent-
fernte Modem und die Telefonverbindung ueberprueft.



..lo Co..     .....lo Mo..... ..Tel...  ..re Mo......   ..re Co

   ------ TD->- Transmitter ----->------ Receiver ---
                                                    .  -------
                                                    .  -------
   ------ RD-<- Receiver --------<------ Transmit ---



Um den  Test zu  initialisieren muessen  Sie AT&T6 eingeben, wenn
das Modem On-Line und im Befehlsstatus ist.
Das entfernte  Modem muss  vorher mit dem Befehl AT&T4 in den Zu-
stand gebracht  sein, eine digitale Schleifenrueckkopplung zu ak-
zeptieren.
Der Test  beginnt nach  CR und  LF. Tippen Sie einige Zeichen ein
und vergleichen  Sie sie  mit den geechoten Zeichen auf dem Bild-
schirm. Stimmen  sie nicht  ueberein, dann  kann jedes der betei-
ligten Elemente den Fehler verursacht haben.
Zur  Isolierung   der  Fehlerquelle  sollten  Sie  weitere  Tests
durchfuehren.
Beendet wird mit AT&T0 im Befehlsstatus.

6.7 Entfernter digitaler Schleifentest mit Selbsttest  &T7

    Remote Digital Loopback with Selftest  RDLST
Der RDLST  testet das  lokale Modem,  das entfernte Modem und die
Telefonverbindung. Dabei  sendet ihr Modem eine Testnachricht zur
entfernten Station,  die von  dieser zurueckgeschleift  wird. Sie
koennen  dann   die  ankommenden   Zeichen  mit   den  gesendeten
vergleichen.



..lo Co..    ....lo Mo ........  .Tel..  ....re Mo ....  .re Co

         TD>  Test Gen -> Trans---->------Receiver-->-
                                                      .   -----
                                                      .   -----
         <RD  Error Co -< Recei----<------Transmitter-



Um den  Test zu  initialisieren koennen  Sie im  On-Line und  Be-
fehlsstatus folgende Befehle eingeben:
    ATS18=0&T7             Test Timer aus
    ATS18=30&T7            Test 30 Sekunden
Danach geben Sie CR und LF.
Beendet wird mit der Escape-Sequenz und AT&T0.
Die Ergebnismeldungen sind die gleichen wie unter 6.5 .
                                                         Seite 35

6.8 Lokaler digitaler Schleifentest  &T3

    Local Digital Loopback Test   LDL
Der LDL  testet beide  Modems und  die Telefonverbindung. er wird
primaer dann  genutzt, wenn ein entferntes Modem, das nicht CCITT
V.54 kompatibel ist, einen RDL Test durchfuehren will.




..lo Co..   ...lo Mo......   .Tel.   ...re Mo....   ..re Co...

             --Receiver--------<------Transmitter-TD-<-------
            .
            .
             --Transmitt------->------Receiver----RD->-------




Die Initialisierung  erfolgt durch  AT&T3 im On-Line und Befehls-
status. Danach  schleift ihr  Modem die  empfangenen Signale  zum
entfernten Modem  zurueck, sodass  dieses einen  entfernten digi-
talen Schleifentest durchfuehren kann.
Beendet wird mit der Escape-Sequenz und AT&T0.

6.9 RDL Test zulassen oder sperren  &T4 / &T5

Die Vorgabeeinstellung  &T4 erlaubt  einem entfernten Modem einen
RDL Test durchzufuehren. der Befehl &T5 sperrt diesen Test.

6.10 Test beenden  &T0

Ein Test  kann jederzeit  durch die  Escape-Sequenz und dem nach-
folgenden Befehl  &T0 beendet  werden. Nachfolgende Befehle einer
Befehlszeile werden ignoriert.
Seite 36

                            Kapitel 7

Synchrone Uebertragung und Standleitungen Leased Line Operation

7.0 Uebersicht

Diese Kapitel  beschreibt die  Benutzung des Modems im synchronen
Modus und mit Standleitungen (Leased Line Operation). Desweiteren
werden Tips zur Taktquelle und RTS/CTS Verzoegerung gegeben.

7.1 Synchroner Takt

Der synchrone  Uebertragungstakt liegt an Pin 15 des RS-232 Ports
am Modem  an. In  Abhaengigkeit von Ihrer Ausruestung muessen Sie
eventuell einen  passenden &X Befehl setzen, um die Taktquelle zu
bestimmen: Entweder  vom Modem  selbst, vom  ankommenden  Carrier
oder vom Terminal ueber Pin 24 des RS-232 Ports.
Der empfangene  Taktimpuls wird  immer  vom  empfangenen  Carrier
abgeleitet und an Pin 17 des RS-232 Ports am Modem gelegt.

7.2 Halb-Duplex im synchronen Betrieb

Um das  MOdem im  Halb-Duplex Betrieb  zu benutzen,  muss die &R0
RTS/CTS  Option   eingeschaltet  sein.  Das  Modem  schaltet  den
Uebertragungscarrier nicht  wirklich ein  oder aus, sondern simu-
liert nur eine Halb-Duplex-Funktion.Infolgedessen wird auch keine
Zeit fuer den Leitungstausch benoetigt.(Consequently, there is no
line turnaround time required.)
Es kann  jedoch sein,  dass einige Data Terminals eine RTS zu CTS
Verzoegerung benoetigen,  da sie  nicht dazu  ausgeruestet  sind,
einen sofortigen Leitungstausch vorzunehmen.Die Verzoegerung kann
mit Register S26 eingestellt werden. Vorgabewert ist 0.
Wird eine  Verzoegerung  benoetigt,  dann  ist  der  Wert  2  (20
Millisekunden) eine  gute Einstellung.  Je groesser  die  RTS/CTS
Verzoegerung, desto  langsamer die  Uebertragung. Im  Voll-Duplex
Modus wird diese Verzoegerung ignoriert.

7.3 Synchron Modus 1  Sync/Async Modus

Dieser Modus  ist fuer  Terminals gedacht,  die ,  durch Software
einstellbar, ueber den selben RS-232 Port synchron oder asynchron
betrieben werden  koennen. Dies  ist unter  anderen mit  ICs  wie
Zilog 8030 oder 8530 SCC USARTs der Fall.
In diesem  Fall geht  das Modem nach dem Einschalten in den asyn-
chronen Zustand.  Anrufe werden  asynchron  getaetigt.  Ist  eine
Verbindung aufgebaut,  geht das  Modem automatisch  in  den  syn-
                                                         Seite 37

chronen Zustand  ueber. Das  Modem legt  auf  und  kehrt  in  den
asynchronen Zustand  zurueck, wenn  die  Verbindung  unterbrochen
wird oder  eine Umschaltung  des DTR-Signals von ein nach aus er-
kannt wird.




                    Diagramm Synchron Modus 1

            Power Up
               .
               .
      .................
      .     Off-Line  .
      . Command State .  <---------------------------
      .................                              .
               .                                     .
               .                                .............
               .  ATO                           .  Hang up  .
               .  ATD                           .............
      ................                            .       .
      .  Connecting  .-----------> ----------->---        .
      ................     Fail to connect                .
               .                                          .
               . Connection established                   .
               .                                          .
      .................                                   .
      . Synchronous   .                                   .
      . On-Line State .                                   .
      .................                                   .
               .                                          .
               .   Lost Carrier                           .
               .   DTR Loss                               .
               .------------------------> ----------------




Wird ein Antwortton der entfernten Station erkannt, dann schaltet
das Modem das DSR Signal ein. Bei einem gueltigen Carrier wird CD
eingeschaltet.
Das ON  Signal auf  der CTS Leitung reicht nicht aus, um das Data
Terminal synchrone Datenstroeme an das Modem senden zu lassen, da
CTS immer auf ON steht, wenn das Modem im Befehlsstatus ist. Eine
sichere Uebertragung ist nur gewaehrleistet, wenn DSR, CD und CTS
auf ON stehen.
Um das  Modem in  den Auto-Answer  Modus zu schalten, muessen Sie
Register S0 mit einem Wert ungleich Null laden. Befindet sich das
Modem einmal  im On-Line  Zustand,  dann  ist  das  Auflegen  der
Verbindung die einzige Moeglichkeit, das Modem in den asynchronen
Befehlsstatus zu bringen.
Mit dem Befehl &Q1 wird das Modem fuer die synchrone Uebertragung
im Modus  1 konfiguriert.  Sie koennen  auch  den  Wert  des  S25
Registers veraendern.  Dieses Register  bestimmt, wie  lange  das
Modem (nach  der Wahl)  wartet, bevor  es  nach  dem  DTR  Signal
sucht.Mit dem  Befehl &W  kann das  Konfigurationsprofil zur wei-
teren Benutzung gespeichert werden.
Seite 38

7.4 Synchronmodus 2  Gespeicherte Nummer waehlen

Dieser  Modus  ist  fuer  Terminals  gedacht,  die  nur  synchron
arbeiten koennen.  Er ist  der CCITT  V.25 Norm sehr aehnlich. In
diesem Modus  waehlt das  Modem eine gespeicherte Nummer wenn das
DTR Signal  anliegt. Verschwindet  das DTR  Signal oder  wird ein
Carrier Signal verloren, dann haengt das Modem ein.




                    Diagramm Synchronmodus 2

      ...............
      .  Power Up   .
      ...............
             .
             .
      ...............
      .   Quiet     .
      .  Command    .   <---------------------------------
      .   State     .                                     .
      ...............                               ...........
             .                                      . Hang Up .
             .  DTR Turn On                         ...........
             .                                         .    .
      ...............                                  .    .
      . Connecting  .--------------> -----------> -----     .
      ...............   Fail to Connect or DTR Loss         .
             .                                              .
             .  Connection established                      .
             .                                              .
      ..............                                        .
      . On Line St .                                        .
      ..............                                        .
             .                                              .
             .  Carrier Loss                                .
             .  DTR Loss                                    .
             -------------> ---------------> ---------------



Es kann  sein, dass  Sie ein asynchrones Video Terminal (VDT) zur
Anzeige oder  einen angepassten  (emulated) Computer als Terminal
brauchen, um  Telefonnummern zu  speichern, Diagnose Tests durch-
zufuehren oder das Modem zu konfigurieren.
Bei ausgeschaltetem  DTR geht  das Modem  in den  asynchronen Zu-
stand. Es  ist gut,  das Modem  so zu  schalten,  dass  es  keine
(asynchronen) Antwortcodes an das (synchrone) Terminal sendet.
Wie im  synchronen Modus  1 ist  eine Datenuebertragung  nur dann
gesichert moeglich, wenn DSR, CD und CTS anliegen.
Um das Modem im Auto-Answer Modus zu betreiben, muss S0 auf einen
Wert ungleich  Null gesetzt  werden. Das  Modem schaltet RI (Ring
Indikator Pin 22 der RS-232) ein, sobald es einen ankommenden Ruf
erkennt.   Liegt    DTR   bereits    an,   so   beantwortet   das
                                                         Seite 39

Modem den  Ruf sofort  wenn S1  = S0  ist. Um  die Antwort  abzu-
brechen, muessen  Sie DTR  ausschalten bevor  S1 =  S0 ist und es
mindestens 8  Sekunden nach  dem letzten  Ruf in  diesem  Zustand
belassen.

Nachfolgend eine Liste zur Konfiguration im Modus 2:

    1.   Geben Sie Befehl &Q2 um Modus 2 zu waehlen.
    2.   Laden Sie die Telefonnummer mit &Z.
    3.   Antwortcodes abschalten mit Q1.
    4.   Echo abschalten mit E0.
    5.   Zur Sicherung des Profils benutzen Sie &W.

7.5 Synchronmodus 3  Manuelle Wahl

In diesem Modus, in Zusammenarbeit mit einem synchronen Terminal,
funktioniert das  DTR Signal wie ein DATA / TALK Schalter. An der
PHONE  Buchse   auf  der   Rueckseite   des   Modems   muss   ein
Telefonapparat angeschlossen  sein. Dieser  Modus erlaubt  es dem
Terminal, den  Telefonapparat zur Wahl zu benutzen und danach das
DTR Signal einzuschalten.
Ist DTR  abgeschaltet, nimmt  das Modem  den asynchronen Befehls-
zustand im  Talk Modus  ein. Sie  koennen den Hoerer abnehmen und
die Nummer  waehlen. Nach  der Wahl schalten Sie das Modem in den
Data Modus indem Sie DTR anlegen und den Hoerer auflegen. Stellen
Sie sicher,  dass DTR  anliegt, bevor  Sie den  Hoerer  auflegen.
Beobachten Sie  dazu die TR Anzeige am Modem. Wenn die TR Anzeige
leuchtet, liegt das DTR Signal an.
Das Modem  schaltet den  RI (Ring  Indikator) sobald es einen an-
kommenden Ruf erkennt. Ist das Modem durch den Befehl S0 ungleich
Null als  Auto-Answer geschaltet,  dann kann es durch Anlegen des
DTR den  Ruf  beantworten.  Der  Ruf  wird  nicht  vor  S1  =  S0
beantwortet. Wird  innerhalb 8 Sekunden kein Ruf erkannt, loescht
das Modem das Zaehlregister S1 und geht in den Befehlszustand.
Seite 40




                    Diagramm Synchronmodus 3

         ..............
         .  Power Up  .
         ..............
               .
         ..............
         .   Quiet    .  <--------------------------------
         . Command St .                                   .
         ..............                              ..........
               .                                     . Hang Up.
               .  Manual Dial or Auto Answer         ..........
               .                                       .     .
         ..............                                .     .
         . Connecting .  -----> -----------> ----------      .
         ..............        Fail to Connect               .
               .                                             .
               .  Connection established                     .
         ..............                                      .
         . Synchronous.                                      .
         . On Line St .                                      .
         ..............                                      .
               .                                             .
               .  Carrier Loss or DTR Loss                   .
               -----------------------------> ---------------





Wie auch im Synchronmodus 1 ist die Datenuebertragung nur dann
sicher, wenn die Signale DSR, CD und CTS anliegen.
Um den Synchronmodus 3 zu konfigurieren, gehen Sie folgender-
massen vor:

    1.   Der Befehl &Q3 schaltet den Modus 3 ein.
    2.   Abschaltung des Antwortcodes mit Q1.
    3.   Echo ausschalten mit E0.
    4.   Zur Sicherung des Profils geben Sie &W ein.
                                                         Seite 41

                            Anhang A

                        Technische Daten

Kompabilitaet
CCITT V.22 bis:           2400 bps asynchron und synchron
CCITT V.22 :              1200 bps asynchron und synchron
CCITT V.21 :              0 bis 300 bps asynchron
Bell 212 A :              1200 bps asynchron und synchron
Bell 103 :                0 bis 300 bps asynchron

Auch CCITT V.25 bis (circuit 108/1) kompatibel (im Synchron-
modus 2).

Asynchrones Datenformat
1 Startbit 7 Datenbits  gerade oder ungerade Paritaet  1 Stopbit
1 Startbit 7 Datenbits  keine Paritaet                2 Stopbits
1 Startbit 7 Datenbits  mark oder space Paritaet       1 Stopbit
1 Startbit 8 Datenbits  keine Paritaet                 1 Stopbit

Empfindlichkeit des Empfaengers:  -45 dBm
Uebertragungslevel: -10 dBm
Funktionen
Voll- oder Halbduplex, 2-adrige Standleitung oder Telefonleitg.

Interface: RS-232 Serieller Port
Ausstattung der Waehleinrichtung
Ton- oder Impulswahl
Programmierbare Pausenintervalle
Wait for quiet answer (PBX)
Flash (PBX)
Auf Freizeichen warten
Anrufbeantwortung im Auto-Answer Modus

Stromversorgung
115 VAC (UL und CSA) oder 230 VAC auf 9 VAC, 7 Watt

Modulstecker: Separater RJ-11 Stecker fuer Telefonverbdg.
Klingel: Lautsprecher mit regelbarer Lautstaerke
         ueber Software oder durch Drehschalter

Nicht fluechtiger Speicher NVRAM
Speichert das vom Benutzer festlegbare Konfigurationsprofil

Befehlspuffer: 40 Zeichen
Diagnose Testmoeglichkeiten
Local Analog Loopback
Local Analog Loopback mit Selbsttest
Remote Digital Loopback
Remote Digital Loopback mit Selbsttest
Local Digital Loopback
Programmierbarer Test Timer
Seite 42

Synchrone Funktionen
Manuelle Wahl
Wahl gespeicherter Nummern
Asynchrone Wahl und synchroner On-Line Modus

Auto-Answer
Sowohl im  synchronen als  auch im  asynchronen  Modus.  Der  Be-
fehlsstatus kann mit Hilfe eines dumb strap abgeschaltet werden.

Telefonwahl
Auf Freizeichen warten.
Besetztzeichen Erkennung.
Wait for quiet answer.
Answer tone detection.

Frequenzen des Uebertragungssignals
V.22bis   low channel, originate mode             1200 +-0.01%
V.22bis   high channel answer    mode             2400    "
V.22      low channel  originate mode             1200    "
V.22      high channel answer    mode             2400    "
CCITT V.21    channel #1,mark                     980
CCITT V.21    channel #1,space                    1180
CCITT V.21    channel #2,mark                     1650
CCITT V.21    channel #2,space                    1850
Bell 212A low channel, originate mode             1200 +-0.01%
Bell 212A high channel answer mode                2400    "
Bell 103  originate mark                          1270
Bell 103  originate space                         1070
Bell 103  answer mark                             2225
Bell 103  answer space                            2025

Schutzton (Guard Tone):  550 oder 1800 Hz (Softwaresteuerung)
Echo Suppressor Defeat Tones
CCITT  2100 + - 15 Hz           Bell  2225    + - 10 Hz
Entzerrung
Empfaengerentzerrung wahlweise, im Sender fest installiert.
Transmit Signal Element Timing
Duty cycle 50  + - 1% on pin 15 des RS-232 Steckers

