

                Das 16 Mhz-Board aus der C'T (Speedup 16)
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 Nach anfnglichen Lieferschwierigkeiten der verschiedenen Anbieter ist
 es nun mglich die Baustze oder eine fertig bestckte Platine zu
 bekommen.
 Den Bausatz kann man z.B bei einer Firma in Stuttgard fr 99DM bekommen.
 Der Autor selber bietet eine Fertigversion fr 145 DM an.
 
 Beim Heisse Verlag in Hannover bekommt man die leere Platine schon
 fr 19 DM ,...allerdings nur gegen Vorkasse.
 
 Die Platinen sind in einer guten Qualitt zu bekommen,stellenweise wird
 der Bausatz sogar mit dem bentigtem Prozessorsockel versprochen,
 selten aber dann wirklich Mitgeliefert.
 Auch glaubt manch nahmenhafte Lieferfirma das es genge, wenn man die
 doch eigentlich recht empfindlichen elektronischen Bauteile in einem
 abartigen Briefumschlag verschickt.......

 Das Disaster beim Auspacken ist phantastisch,eine nhere Beschreibung
 solcher Sparmassnahmen lassen wir mal unter den Tisch fallen...
 Es reicht schon wenn man 64 Pin's wieder so hinbiegen muss,das sie
 anschliesend auch wieder in die Sil-Streifen passen !!!

 Ich mchte doch gerne mal den Einkufer einer solchen Firma erleben
 wenn ein Zulieferbetrieb fr elektronische Bauteile in einer solchen
 Verpackung liefern wrde !!
 Bitte etwas mehr Etikette meine Herren !!

 Es gibt natrlich auch Firmen die zur Versendung ihrer Baustze eine
 kleine  Kunststoffschachtel verwenden...
 Komischerweise ist der Bausatz dadurch auch nicht teuerer..
 Man knnte vermuten das die, die billig Verpacken irgendwie nicht richtig
 mit der Materie vertraut sind. Umsatzzahlen sind auch wichtiger !

 Kommen wir zum Zusammenbau der Platine, vorlagenbedingt ist es bei jeder
 Platine, egal woher, vllig gleich.
 Der Sockel zum Auflten auf den alten Prozessor sollte schon etwas besseres
 sein,vieleicht mit gedrehten Pin's.
 Der Aufbau dieses Bausatzes ist recht einfach,da erstens die Platine
 einen Bauteileaufdruck besitzt und zweitens man hoffentlich die C'T 
 mit der Ausgabe 10/90 besitzt.
 
 Der Verlag liefert gegen einen Aufpreis von 5 DM eine Fotokopie des 
 entsprechenden Artikel aus der C'T.
 
 Bei der Fa.Issendorff, ebenfalls aus Hannover bekommt man meist die Kopie
 beigelegt,somit dann keinerlei Probleme mit dem Aufbau entstehen drften.
 (Dort wird auch 'Knitterfrei' in einer Kunststoffbox geliefert)
 
 Nach dem man die Platine begutachtet hat kann man nun mit der Bestckung
 beginnen.....Zuerst werden alle passiven Bauteile eingeltet,d.h die
 Widerstnde und die Kondensatoren...
 
 Leider ist hier wegen der geringen grsse der Platine auf die Verwendung
 von IC-Sockeln verzichtet worden, deshalb sollte man gewissenhaft an die
 Einltung der verschiedenen Halbleiter herrangehen.
 Sind die Bauteile erst einmal festgeltet,so ist eine nderung nur
 schwer mglich ,auch ist eine gewisse 'verunstaltung' der Platine nicht
 auszuschliessen.
 Aufgrund der Feinheit und der nhe zu benachbarten Leiterbahnen ist
 sowieso eindringlich auf sauberes Arbeiten zu achten.

 Beim Einlten der TTL-IC's darauf achten das die Bauteile so nahe wie
 mglich auf der Platine aufliegen....Es muss noch der neue Prozessor
 darber passen !
 Auch die Ltbeine der IC's die auf der Unterseite verltet werden,sollte
 man kurz ber der Ltstelle abkneifen...
 Darunter sitzt schliesslich der 'alte' Prozessor...
 Sind die Bestckungsarbeiten abgeschlossen,sollte man die Platine 
 nochmals einer genauen Besichtigung unterziehen.

 An der Platine befindet sich ein Anschluss fr eine 'Turbo-Anzeige-LED'
 dieser Anschluss stellt die volle Rechnerbetriebspannung zur verfgung
 die dort angeschlossene LED muss also unbedingt ber einen Vorwiderstand
 von ca.330 Ohm betrieben werden.
 Diesen Widerstand kann man z.B hochkant in das 'A' Loch der Platine
 einlten.....an das andere Ende dann gleich die LED, ber ein entsprechend
 langes Kabel verbinden.

 Leider ist es nur mglich diese Erweiterung im Rechner zu testen.....+

 Am Rechner selber ist auch ein kleiner aber gravierender Eingriff ntig
 um die Erweiterung einbauen zu knnen.
 Man kann zum einen den 'alten' 8Mhz Prozessor komplett durch auslten
 oder erst durch Abschneiden und dann Auslten der einzelnen Anschlusspin's
 entfernen....  
 Von dem 'Ausschalten'der CPU ,welches genauestens in der C'T 
 beschrieben wurde
 ist dringend Abzuraten,das Funktioniert nmlich so nicht !!

 Es whre warscheinlich mit PIN 12 gegangen,aber nicht mit PIN 17....
 (Aber wer will das schon probieren ...??)

 Auf jeden Fall muss aber ein freier Sockel vorhanden sein,in den die
 16Mhz-Erweiterung hinein gesteckt wird.
 Das Auslten sollten nur 'Ltprofis' vornehmen,da man im 
 handumdrehen die Durchkontaktierungen der Rechnerplatine mit dem
 Prozessor komplett herrausreist... was wiederum die Rechnerplatine
 unbrauchbar werden lsst.     (gell !)  :-)
 
 Es sollte hierbei auf kurze und genaue Ltungen geachtet werden !
 Selbst wenn spter die Erweiterung nicht Funktionieren sollte ist mit dem
 einsetzen eines 8 Mhz Prozessors die Welt wieder in Ordnung.

 Die 16 Mhz-Prozessorplatine ist so vorbereitet das man auch einen
 8 Mhz Prozessor aufstecken kann. In diesen Fall nur ohne weggebogene
 Pin's 10 und 15.

 Etwas kniffelig ist noch das suchen des 'Soundchip-Selectsignals' (SNDCS)
 welches an verschieden stellen auf der Hauptplatine abgegriffen werden
 kann....dazu sollte man einen ST Schaltplan verwenden.
 Mittlerweile gibt es so viele verschiede Platinenlayouts' der ST Platine
 soda man einfach besser in den entsprechenden Schaltplan hinein sehen
 sollte.

 Bei einigen Modellen kann man die Leitung an PIN 12 oder PIN 3 von
 U 20 anlten ,das ist ein normaler TTL-Baustein der sich in der nhe
 des Soundchip befindet.
 Man muss hierbei nicht unbedingt an dem GLUE-Baustein herrumlten
 (PIN 53) .....Der TTL-Baustein ist einfach billiger...

 Diese Leitung nicht verwechseln mit der Steuerleitung A7 des Soundchip's,
 die zur Umschaltung von 8 auf 16 Mhz verwendet werden kann.

 Ist das neue Triebwerk installiert und kontrolliert ,kann man den Rechner
 wie gewohnt Einschalten,er sollte sich mit dem Desktop melden...
 Natrlich etwas schneller als sonst.
 Sollte sich nicht mal der Bildschirm erhellen,ist der Recher sofort
 Abzuschalten und die Platine auf richtigen Sitz zu kontrollieren.

 Die Fehlersuche auf der Platine ist durch die Packungsdichte recht
 schwierig...
 
 Bei verwendung eines ROM-TOS in Original Atari Rom's sollten keine
 Probleme auftreten,da die Original-Rom's eine Zugriffszeit von nur 100nS
 besitzen,bei verwendung von Eprom's sollten unbedingt schnelle
 120er oder eben 105er Typen verwendet werden,niemals langsamere !

 Es kommt sonst mit Sicherheit zu Timing-problemen....die 16Mhz CPU
 greift um einiges schneller in den ROM-Speicher als die alte CPU.

 Wenn die ersten Test's gemacht wurden kann man ruhig mal whrend des 
 Betriebes auf 8 Mhz zurckschalten um so mal gleich einen Eindruck von
 der Geschwindigkeit zu bekommen.
 Als Umschalter sollte man einen 'Entprellten' teueren Schalter
 verwenden....Da sich der Rechner an der Umschaltung meist 
 verschluckt.
 
 Leider besitzt diese preiswerte Erweiterung keinen Cache-Speicher auf der
 Platine,es whre damit noch eine weitere Geschwindikeitsteigerung zu
 erreichen. Selbstverstndlich wre es dann auch um einiges Teuerer.
 Fr Leute die sich damit zufriedengeben, ist diese Erweiterung genau
 richtig

 Beim Bootvorgang kann man weiterhin Turbo oder Quick_ST mitladen..
 der Rechner ist somit kaum zu bremsen.

 Die in der C'T erwhnten schwierigkeiten mit den Floppylaufwerken
 konnte ich bis jetzt zwar besttigen,aber nicht feststellen das man
 sich grssere Gedanken darum zu machen braucht.
 Wie gehabt...sollte der Motor einmal nicht schnell genug sein,wiederholt
 man den Ladevorgang einfach nochmal.
 Eine weitere Hilfe ist das Programm 'NERVER.PRG'.

 Mit diesem C'T-Programm im Autoordner des Bootlaufwerkes wird die
 Alertbox erst beim dritten Fehlversuch auftauchen,d.h der Rechner versucht
 3 mal das aktuelle Diskettenlaufwerk (selbstndig) anzusprechen,erst danach
 erscheint die bliche Alertbox.
 Der Motor im Diskettenlaufwerk hat also gengend Zeit seine Solldrehzahl
 zu erreichen.
 Man sollte also mit diesem Progrmmchen keinerlei Probleme haben.

 Die Umschaltung zwischen 8 und 16 Mhz per Software ist natrlich eine
 elegante Lsung,die allerdings nicht auf allen Rechnern funktioniert.
 Bei ST-Systemen bei denen der Monitor automatisch und ohne Reset von
 Monochrom nach Farbe umgeschaltet wird ,geht die Softwareumschaltung nicht.
 Die Softwareumschaltung 'lebt' von dem freien Port auf dem Soundchip
 (Pin 14 / A7) ...der dann eben per Software bedient wird.

 Man kann auch den Port A6 verwenden,der ja anscheinend in den meisten
 Rechnern auch noch frei ist.
 Dazu muss allerdings dann die Software angepasst werden.

 Persnlich bevorzuge ich die Umschaltung mit einem Schalter,der an genau
 den gleichen Anschluss der Prozessorplatine angeschlossen wird...
 der frei Pin des Schalters wird mit Masse verbunden.

 Somit hat man dann immer noch die Mglichkeit frei einen Auto-Monitor
 Umschalter zu betreiben.

 Die Erweiterung macht insgesammt eigentlich einen vernnftigen Eindruck
 welcher leider durch das zu unterschiedliche Rechnertiming zunichte
 gemacht wird.
 Jedem ST Rechner sein eigenes Timing !

 Auch ist die zufhrung des 16Mhz Taktes vom Shifter nicht ganz 
 unproblematisch, auch hier kommt es zu 'verschiebungen' der Phasenlage
 dieses Signals.
 Ein 'Sauberer' 16Mhz betrieb ist dann schwer mglich.

 Es kommt also auch vor das die Erweiterung im Rechner berhaupt nicht 
 arbeitet.
 Oder nur bis zu einem bestimmten Erwrmungsgrad der CPU....
 Aber dann in einem weiteren Rechner gesteckt, Tadellos funktioniert.

 Mit Sicherheit ist diese Erweiterung,entgegen der Aussage in der c't ,
 noch nicht Ausgereift.
 Der Autor sollte die sache vieleicht nochmal berarbeiten,oder wenigstens
 seine Post beantworten.
 
 Schriftliche ,vor Weihnachten 90' gestellte Anfragen an den Autor selber
 ....bezglich der Probleme mit der Speedup16 Platine warten noch heute
 auf eine Antwort.
 
 Mit 100%tiger Sicherheit ist man mit einem Ad_Speed oder einer SpeedPlus-
 Erweiterung besser bedient.
 Wenn diese auch wesentlich teuerer sind,dafr aber auf
 Anhieb funktionieren.
 
 Wer allerdings nicht viel Geld ausgeben will/kann, sollte diese Sache mal
 in's Auge fassen....
 Allerdings nur mit entsprechendem Messgertepark....
 (Als gut gemeinter Tip)

 ids MR.T 1062 HND 
 R.Schaffner (c) 90'/91'
 
 Originaltext von 1990.
 Originalfassung zusammengetragener Information.
 
 Vernderte Texte die sich im Umlauf befinden entsprechen teilweise 
 nicht mehr meiner Orginalfassung und sollten besser gelscht werden.
 
 Insbesondere z.B: REPS.LZH
                 : REPA.LZH
                 
                 
 Robert Schaffner @ OF2 (MausNet)
  


